IKEA revolutioniert sein Konzept mit kleineren Filialen und mehr Online-Fokus
Philip BinnerIKEA revolutioniert sein Konzept mit kleineren Filialen und mehr Online-Fokus
IKEA stellt seine Kundenansprache um und setzt künftig auf kleinere Filialen. Das Unternehmen plant, zunächst 20 kompakte Standorte zu eröffnen – mit weiteren weltweit in Vorbereitung. Damit vollzieht der Möbelriese einen deutlichen Wandel weg von seinen klassischen Großmärkten.
Künftig konzentriert sich IKEA auf kleinere Verkaufsflächen, die schneller und kostengünstiger eröffnet werden können. Dies ermöglicht eine flexiblere Expansion. Die neue Filiale in Ingolstadt etwa umfasst nur 2.950 Quadratmeter – im Vergleich zu den üblichen 35.000 Quadratmetern einer klassischen IKEA-Niederlassung.
Die kleineren Läden bieten eine reduzierte Auswahl von 2.650 direkt mitnehmbaren Artikeln sowie rund 1.000 Ausstellungsstücke zur Bestellung. Das ist deutlich weniger als die über 10.000 Produkte in einem herkömmlichen IKEA-Markt. Die neuen Standorte dienen vor allem als Schauräume und Beratungszentren, während der Großteil der Käufe online getätigt und nach Hause geliefert wird.
Allein in Deutschland erzielt IKEA mit Online-Verkäufen bereits fast 1,5 Milliarden Euro – das entspricht etwa einem Viertel des gesamten Einzelhandelsumsatzes. Das Unternehmen erwartet, dass dieser Trend weiter an Fahrt aufnimmt, während es sein Geschäftsmodell anpasst.
Mit der neuen Strategie setzt IKEA auf kleinere, kundennahe Filialen, die das wachsende Online-Geschäft ergänzen. Die Umstellung soll die Marke näher an die Kundschaft bringen und gleichzeitig Kosten sowie Eröffnungszeiten reduzieren.
