19 June 2026, 12:20

Jan van Aken verlässt die Linke nach kurzer, aber wirkmächtiger Amtszeit

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Jan van Aken verlässt die Linke nach kurzer, aber wirkmächtiger Amtszeit

Jan van Aken tritt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit als Vorsitzender der Linken zurück. Unter seiner Führung stiegen die Umfragewerte der Partei deutlich an und erreichten bei der Bundestagswahl im Februar 2025 8,8 Prozent. Mehr als 700.000 Wähler, die mit den Grünen unzufrieden waren, wechselten unter seiner Ägide zur Linken.

Mit 65 Jahren hinterlässt van Aken ein gemischtes Erbe. Gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner sprach er vor allem ältere Wähler an und festigte die außenpolitische Position der Partei. Ihre Zusammenarbeit galt als erfolgreich – bei seinem Abschied bedankte sich van Aken öffentlich bei Schwerdtner für ihre gemeinsame Arbeit.

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Bei seiner letzten Pressekonferenz im Berliner Karl-Liebknecht-Haus sorgte van Aken für Schlagzeilen, als er Journalisten eine schwarze Kiste präsentierte. Zudem gab er zu, dass er und Schwerdtner die Öffentlichkeit zwei Jahre lang in die Irre geführt hätten. Trotz seiner kurzen Amtszeit war sein Einfluss unbestritten.

Als sein Nachfolger gilt Luigi Pantisano, der auf dem anstehenden Parteitag in Potsdam voraussichtlich zum neuen Vorsitzenden gewählt wird. Van Akens Rückzug markiert das Ende einer bemerkenswerten Phase für die Linke, die mit deutlichen Wahlerfolgen verbunden war.

Unter van Akens Führung gewann die Linke an Fahrt und zog zahlreiche ehemalige Grün-Wähler an. Sein Nachfolger übernimmt eine Partei in einer gestärkten Ausgangsposition. Der Parteitag in Potsdam wird den Führungswechsel offiziell besiegeln.

Quelle