Jugendkriminalität in Bad Krozingen: Wie die Polizei die Welle der Raubdelikte stoppte
Philip BinnerJugendkriminalität in Bad Krozingen: Wie die Polizei die Welle der Raubdelikte stoppte
In Bad Krozingen setzte im Mai 2025 ein deutlicher Anstieg jugendbedingter Kriminalität ein, der die lokalen Behörden zu dringendem Handeln veranlasste. Bis Dezember desselben Jahres verzeichnete die Polizei einen starken Anstieg von Raubdelikten in Verbindung mit Jugendgruppen, was die Verantwortlichen zu schärferen Maßnahmen zwang.
Die Lage spitzte sich rasant zu, nachdem die ersten Vorfälle dokumentiert worden waren. Im Rahmen der verschärften Kontrollen wurden über 500 junge Menschen von der Polizei angehalten und überprüft. Die Behörden leiteten mehr als 60 strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Straftaten ein, die mit diesen Gruppen in Verbindung standen.
Ende Januar 2026 wurde eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet, um das Problem zu bekämpfen. Beamte aus Müllheim, Ehrenkirchen und der Kriminalabteilung der Freiburger Polizei schlossen sich der Operation an. Durch ihre Arbeit wurden weitere 60 Strafverfahren gegen Verdächtige eingeleitet.
Als Folge dieser Maßnahmen ging die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Jugendbanden deutlich zurück. Alle identifizierten Verdächtigen müssen sich nun vor Gericht verantworten, und Platzverweise wurden erlassen, um weitere Vorfälle zu verhindern.
Bürgermeister Volker Kieber lobte öffentlich die Behörden für ihr schnelles und wirksames Vorgehen. Die Arbeit der Sonderermittlungsgruppe habe zu einem spürbaren Rückgang jugendbedingter Kriminalität geführt, während die rechtlichen Schritte gegen die Beteiligten weiterlaufen.






