Kirsten Schoder-Steinmüller wird neue IHK-Präsidentin in Offenbach am Main
Philip BinnerKirsten Schoder-Steinmüller wird neue IHK-Präsidentin in Offenbach am Main
Kirsten Schoder-Steinmüller ist zur Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main gewählt worden. Als einzige Kandidatin setzte sie sich auf der IHK-Vollversammlung am 16. April 2024 durch. Ihre Wahl leitet eine neue Amtszeit der IHK-Führung ein, die mit frischen Schwerpunkten für die Unternehmen der Region verbunden ist.
Schoder-Steinmüller trat ihr Amt an, nachdem die Versammlung ihre Kandidatur einstimmig unterstützt hatte. In ihrer ersten Ansprache bedankte sie sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen und kündigte an, sich den drängendsten Herausforderungen zu widmen. Zu ihren vorrangigen Zielen gehören die Linderung des Fachkräftemangels durch eine bessere Berufsausbildung, die Erschließung heimischer Talente sowie die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte.
In den vergangenen fünf Jahren hat die IHK Offenbach zentrale Initiativen wie die Fachkräfteoffensive Rhein-Main und digitale Ausbildungsprojekte vorangetrieben. Dazu zählten E-Learning-Plattformen für Auszubildende, mit denen die Kammer einen Anstieg der neuen Ausbildungsverträge pro Einwohner um 15 Prozent erreichte – und damit die Nachbar-IHKs in Frankfurt und Darmstadt überflügelte. Engere Verbindungen zu lokalen Logistik- und Produktionsunternehmen stärkten zudem ihr Ansehen.
Die neue Präsidentin plant, die IHK als Drehscheibe für Debatten und Innovation weiter auszubauen. Ein erster Schritt wird die Gründung von Business Women IHK OF sein, einem Netzwerk zur Förderung von Unternehmerinnen. Zudem will sie die regionale Mobilität verbessern, sich für eine bessere Infrastruktur einsetzen und strategische Projekte im Rhein-Main-Gebiet vorantreiben.
Neben der Wahl Schoder-Steinmüllers bestellte die IHK ihren Vorstand für die Amtszeit 2024–2029. Vier bestehende Mitglieder wurden wiedergewählt, ein neues Mitglied stieß zum Team hinzu.
Schoder-Steinmüllers Führung wird sich auf die Stärkung der Berufsausbildung und der Infrastruktur in der Rhein-Main-Region konzentrieren. Die jüngsten Erfolge der IHK bei Ausbildungsplätzen und Industriepartnerschaften bilden eine solide Grundlage für ihre Pläne. Ihre Amtszeit beginnt mit klaren Zielen: die Schließung von Arbeitskräftelücken, die Förderung neuer Netzwerke und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen.






