20 April 2026, 22:17

Komponist Peter Ruzicka klagt gegen GEMA-Reform und warnt vor 70 % Einkommensverlust

Plakatankündigung eines Konzerts in München, Deutschland, mit Text zur Beschreibung des Ereignisses und seiner Bedeutung.

Komponist Peter Ruzicka klagt gegen GEMA-Reform und warnt vor 70 % Einkommensverlust

Der Komponist und Verleger Peter Ruzicka geht rechtlich gegen die GEMA, die deutsche Verwertungsgesellschaft für Musikurheberrechte, vor. Er hat beim Bundeskartellamt eine formelle Beschwerde eingereicht, um eine geplante Reform der Kulturförderung zu stoppen.

Die vorgesehenen Änderungen, über die im Mai 2026 abgestimmt werden soll, könnten die Einnahmen von Komponisten drastisch kürzen, so Ruzicka. Er bezeichnet die Reform als direkte Bedrohung für die Zukunft der ernsten Musik.

Im Mittelpunkt von Ruzickas Beschwerde steht der Reformvorschlag Die neue Kulturförderung, der am 6. und 7. Mai 2026 zur Abstimmung ansteht. Seine Argumentation: Wird der Plan verabschiedet, sinke das durchschnittliche Jahreseinkommen von Komponisten um 70 %. Dies würde für die in klassischer und zeitgenössischer Musik Tätigen einen verheerenden finanziellen Schlag bedeuten.

Über die finanziellen Verluste hinaus wirft Ruzicka der GEMA vor, gegen Antidiskriminierungsgesetze zu verstoßen. Die Reform richte sich seiner Ansicht nach ungerechtfertigt gegen bestimmte Genres und untergrabe so die Nachhaltigkeit ernster Komposition. Seine Klage fordert ein sofortiges Missbrauchsverfahren sowie einstweilige Maßnahmen, um den Prozess zu stoppen.

Der Fall liegt nun beim Bundeskartellamt. Ruzickas Dringlichkeit spiegelt die Befürchtung wider, dass die Reform ohne Eingriff viele Komponisten gezwungen sehen könnte, ihren Beruf ganz aufzugeben.

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Das Ergebnis von Ruzickas Beschwerde wird entscheiden, ob die Reform wie geplant umgesetzt wird. Sollte er erfolgreich sein, könnte seine Klage die GEMA zwingen, ihr Fördermodell zu überdenken. Die Entscheidung könnte zudem einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Verwertungsgesellschaften finanzielle Änderungen mit den Bedürfnissen von Komponisten in Einklang bringen.

Quelle