Kulturschaffende fordern mehr Geld: Berliner Initiative startet Wahlkampf-Aktionswoche
Philip BinnerKulturschaffende fordern mehr Geld: Berliner Initiative startet Wahlkampf-Aktionswoche
„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche für mehr Kulturförderung vor der Berliner Wahl
Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um die Kulturförderung ganz oben auf die Agenda für die anstehende Berliner Wahl zu setzen. Prominente Vertreter aus Politik und Kunst kamen zusammen, um ihre Sorgen und Forderungen zu äußern. Darunter waren die Co-Vorsitzenden der Grünen sowie Kulturschaffende, die zu sofortigem Handeln aufriefen.
Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als „fatale Fehlentscheidung“. Persönlich wurde es, als er erzählte, wie ein Theaterbesuch mit 14 Jahren in Paderborn sein Leben geprägt habe. Reese warnte zudem vor der Schließungsgefahr für Orte wie das Atelierhaus in der Wilsnacker Straße.
Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, zog eine drastische Parallele zwischen der Lage ihres Hauses und dem Mythos von Ikarus: Trotz des Gewinns des Bundestheaterpreises 2024 stehe die Einrichtung nun vor finanzieller Unsicherheit. Die Initiative hat bereits breite Unterstützung erhalten – über 600 Kulturschaffende unterzeichneten die „Berliner Erklärung“.
Katharina Marg, Bezirksverordnete der Linken, nahm an der Veranstaltung teil, ebenso wie Ronja Losert und Bertram von Boxberg, die Fraktionsvorsitzenden der Grünen. Die Initiative fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen. Zudem soll der Slogan „#deinstimmefürkultur“ in Berliner Kulturstätten zu sehen sein. Gruppen wie „Kunstbildung stärken!“ haben „Wahl-Prüfsteine“ entwickelt, um das Engagement der Kandidat:innen zu bewerten – etwa zu Stabilisierung und Ausbau der künstlerischen Bildung.
Ziel der Aktionswoche ist es, politische Bewerber:innen unter Druck zu setzen, der Kulturförderung Priorität einzuräumen. Gefordert werden konkrete Haushaltsmittel und politische Weichenstellungen. Bereits jetzt unterstützen über 600 Fachleute den Appell für eine stärkere Förderung des Berliner Kulturbereichs.






