Langen kämpft mit Pfandringen gegen wilde Flaschenentsorgung an öffentlichen Plätzen
Cathleen HövelLangen kämpft mit Pfandringen gegen wilde Flaschenentsorgung an öffentlichen Plätzen
Langen testet neue Pfandringe gegen wild entsorgte Flaschen und Dosen
Die Stadt Langen hat ein Pilotprojekt gestartet, um ein bekanntes Problem zu lösen: Pfandflaschen und -dosen, die in öffentlichen Mülleimern landen. Dort vermischen sie sich oft mit gefährlichem Abfall wie Glasscherben, Spritzen oder Hundekot – mit Risiken für Sicherheit und Hygiene. Als Gegenmaßnahme wurden nun zwölf neue Pfandringe an stark frequentierten Orten im Stadtgebiet aufgestellt.
Obwohl Deutschland ein Pflichtpfandsystem für Dosen und Flaschen hat, um das Recycling zu fördern, werden sie häufig trotzdem im Restmüll entsorgt. Der Stadtrat gab daher grünes Licht für den Versuch, der eine sauberere Lösung erproben soll. Die speziell von der Pittler ProRegion Berufsausbildung (PBA) angefertigten Pfandringe bieten Bürgern einen festen Platz, um leere Behälter gefahrlos abzustellen.
Die Teststandorte umfassen den Dr.-Walter-Lübcke-Platz, den Europaplatz, die Romorantin-Anlage, den Long-Eaton-Park, den Stadtgarten sowie den Skatepark in der Zimmerstraße. Die Kommunalen Betriebe Langen (KBL) finanzierten das Projekt und übernahmen die Installation. In den kommenden Monaten wird beobachtet, wie oft die Ringe genutzt werden und ob die Bevölkerung sie annimmt.
Die Ergebnisse entscheiden, ob das System dauerhaft ausgebaut wird. Bei Erfolg könnten weitere Pfandringe in ganz Langen aufgestellt werden – und so die Verunreinigung der normalen Müllbehälter verringern.
Das Pilotprojekt bietet eine einfache Möglichkeit, öffentliche Plätze sauberer zu halten und gleichzeitig die Recyclingbemühungen zu unterstützen. Bürger können Pfandbehälter nun separat entsorgen und so die Menge an gemischtem Abfall reduzieren. Nach Ende der Testphase fällt die endgültige Entscheidung über eine Ausweitung des Systems.






