Liebig-Zentrum startet: Revolution für nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz
Sigmund FreudenbergerLiebig-Zentrum startet: Revolution für nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz
Neues Forschungszentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Klimaanpassung gestartet
Das "Liebig-Zentrum" nimmt offiziell seine Arbeit auf und wird über 180 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen dabei unterstützen, Ernteerträge zu steigern und Klimaherausforderungen zu bewältigen. Die Vereinbarung zur Gründung des Zentrums wurde am 16. Mai 2025 von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unterzeichnet.
Der Name des Zentrums ehrt Justus Liebig, einen Chemiker des 19. Jahrhunderts, dessen Arbeit die landwirtschaftlichen Methoden und die Produktivität von Nutzpflanzen revolutionierte. Sein Erbe bildet nun die Grundlage für die Mission der Einrichtung: wissenschaftsbasierte Lösungen für globale Ernährungssicherheit und Klimaresilienz zu entwickeln.
Die Partnerschaft vereint das Fachwissen der JLU mit dem gemeinsamen FAO/IAEA-Zentrum der Atomenergiebehörde, das sich auf nukleare Techniken in der Landwirtschaft spezialisiert hat. Bereits bis 2026 werden 175 IAEA-Mitgliedstaaten vom Programm Atoms4Food profitieren, das Isotopentechnologien einsetzt, um die Landwirtschaft zu verbessern und sich an Klimaveränderungen anzupassen.
Zwei Schlüsselinstitute der JLU sind beteiligt: Das Institut für Pflanzenökologie unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Müller betreibt eines der ältesten FACE-Systeme weltweit – eine Forschungsanlage, die untersucht, wie steigende CO₂-Werte Ökosysteme beeinflussen. Gleichzeitig entwickelt das Institut für Insektenbiotechnologie, geleitet von Prof. Dr. Marc Schetelig, biologische Schädlingsbekämpfungsmethoden, um den Pestizideinsatz zu reduzieren und die Biodiversität zu schützen.
Das "Liebig-Zentrum" wird als globale Plattform fungieren, die Forscher:innen vernetzt, Wissenschaftler:innen ausbildet und UN-gestützte Projekte fördert. Im Mittelpunkt steht die Anpassung technischer Lösungen an verschiedene Regionen, um praxisnahe Ergebnisse für Landwirt:innen weltweit zu gewährleisten.
Die Eröffnung des Zentrums stärkt die Zusammenarbeit zwischen der JLU und der IAEA und erweitert den Zugang zu fortschrittlicher agrarwissenschaftlicher Forschung. Durch Schulungen, Technologietransfer und regionale Anpassungsstrategien soll es Erträge und Nachhaltigkeit in landwirtschaftlichen Gemeinschaften auf der ganzen Welt verbessern.






