Maschinenbau in der Krise: Zweiter Export-Rückgang belastet deutsche Hersteller
Philip BinnerMaschinenbau in der Krise: Zweiter Export-Rückgang belastet deutsche Hersteller
Deutschlands Maschinenbau leidet unter zweitem Export-Rückgang in Folge
Der deutsche Maschinenbau verzeichnet zum zweiten Mal in Folge einen deutlichen Rückgang der Ausfuhren. Zwar bleiben die USA der wichtigste Absatzmarkt, doch Frankreich hat China mittlerweile überholt und belegt nun Platz zwei. Branchenvertreter warnen, dass zunehmender Wettbewerb und Handelskonflikte die Umsätze stark belasten.
Die Exporte des Sektors gingen erneut zurück und setzten damit den zweijährigen Abwärtstrend fort. Die Lieferungen in die USA – Deutschlands größten ausländischen Markt – sanken auf 1,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig brachen die Ausfuhren nach China um 24 Prozent ein und fielen auf 760 Millionen Euro.
Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA in Baden-Württemberg, nannte den wachsenden Konkurrenzdruck aus China als zentralen Faktor. Auch die angespannten transatlantischen Beziehungen hätten die Nachfrage geschwächt. Trotz dieser Herausforderungen entwickelte sich Frankreich zu einem Lichtblick: Mit gestiegenen Exporten in Höhe von 830 Millionen Euro überholte das Land China.
Branchenvertreter fordern nun die Politik zum Handeln auf. Sie betonen, dass bessere Rahmenbedingungen notwendig seien, um die globale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Maschinenbaus zu sichern.
Die Exportprobleme des Sektors spiegeln verschobene Handelsdynamiken wider. Während Chinas Marktanteil schrumpft, gewinnt Frankreich an Boden – die Unternehmen stehen unter Anpassungsdruck. Ohne stärkere Unterstützung könnte sich Deutschlands Position auf den internationalen Märkten weiter verschlechtern.






