Neue Baustandards: Wie der "Gebäudetyp E" Wohnen günstiger machen soll
Cathleen HövelNeue Baustandards: Wie der "Gebäudetyp E" Wohnen günstiger machen soll
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat vereinfachte Baustandards vorgeschlagen, um die Kosten zu senken und den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu verringern. Kernstück des Plans ist ein neuer „Gebäudetyp E“-Vertrag, der Bauherren und Käufern ermöglicht, zwischen Grund-, Mittel- und Premium-Ausstattungen zu wählen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) stellten die zentralen Punkte des neuen Systems vor. Dem Vorschlag zufolge soll ein „Grundausführungsstandard“ zur Regel werden, wobei Aufwertungen möglich sind, Abstriche jedoch nicht. Damit sollen Streitigkeiten über die Qualität reduziert und die Kosten kalkulierbar bleiben.
Der NKR wird die Regierung bei der Ausarbeitung des Gebäudetyp-E-Gesetzes beraten. Bauunternehmen und Entwickler hätten die Wahl zwischen drei Qualitätsstufen. Das Justizministerium plant, in den kommenden Monaten einen Gesetzesentwurf vorzulegen.
Die Änderungen könnten den Bauprozess beschleunigen, indem sie klare, rechtlich verbindliche Qualitätsoptionen bieten. Angesichts stark gestiegener Baukosten und eines angespannten Wohnungsmarkts könnten die neuen Standards Projekte vorantreiben. Die endgültige Gesetzgebung hängt vom anstehenden Entwurf und weiteren Beratungen ab.






