Neuer Frankfurter Flughafen-Plan soll Lärm gerechter verteilen – wer profitiert, wer verliert?
Ronald KramerNeuer Frankfurter Flughafen-Plan soll Lärm gerechter verteilen – wer profitiert, wer verliert?
Ein neuer Betriebsplan für den Frankfurter Flughafen wurde vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr geprüft. Das Konzept zielt darauf ab, die Lärmbelastung gerechter auf die umliegenden Gemeinden zu verteilen und gezielte Ruhephasen für die am stärksten betroffenen Gebiete einzuführen.
Der von der DFS und Fraport entwickelte Vorschlag umfasst den Flugbetrieb bis 2033 und sieht Maßnahmen vor, um die Beeinträchtigungen für Anwohner zu verringern. Der überarbeitete Plan behält die Westbahn für Starts bei und wechselt je nach Verkehrsaufkommen zwischen nordwestlichen Abflugrouten und südlichen Anflugkorridoren. Diese Anpassung ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Steuerung der Lärmverteilung, während sich der Flughafen auf etwa 560.000 Flugbewegungen pro Jahr bis 2033 vorbereitet.
Nach dem neuen Konzept werden Städte wie Nauheim und Rüsselsheim weniger Lärm ausgesetzt sein, während Flörsheim und Eddersheim eine Zunahme verzeichnen werden. Für Wiesbaden und Mainz werden hingegen keine spürbaren Veränderungen der Lärmbelastung erwartet. Die Bewertung des Landes ergab, dass die Gesamtlärmbelastung mit dem aktuellen Planungsrahmen vergleichbar bleibt.
Zusätzlich wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket vereinbart. Dazu gehören der Ausbau baulicher Schallschutzmaßnahmen, zusätzliche Finanzmittel für betroffene Regionen sowie eine morgendliche Lärmpause, die Starts in nordwestlicher Richtung vor 6 Uhr verbietet. Das Land Hessen wird die Umsetzung durch kontinuierliche Überwachung begleiten, um die Einhaltung und Wirksamkeit zu gewährleisten.
Der Betriebsplan führt Maßnahmen ein, um den Lärm gleichmäßiger zu verteilen und in wichtigen Zeitfenstern Entlastung zu schaffen. Der Erfolg des Plans hängt von der laufenden Kontrolle und der Effektivität des vereinbarten Lärmschutzpakets ab. Bei Umsetzung wie vorgesehen könnte er bis 2033 spürbare Veränderungen für die Anwohnergemeinschaften rund um den Frankfurter Flughafen bringen.






