07 June 2026, 10:17

Niederrheinische Industrie startet 2026 mit drastischen Umsatzeinbrüchen in Schlüsselbranchen

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Niederrheinische Industrie startet 2026 mit drastischen Umsatzeinbrüchen in Schlüsselbranchen

Industrieunternehmen im Niederrheinischen Binnenraum verzeichneten zu Beginn des Jahres 2026 nur schwaches Umsatzwachstum. Während einige Branchen leichte Zuwächse verbuchen konnten, meldeten die meisten Sektoren Rückgänge. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für die Hersteller in der Region.

Die Industrieumsätze in der Region sanken im ersten Quartal 2026 um 9,9 Prozent – ein stärkerer Rückgang als der Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent. Besonders betroffen waren exportorientierte Unternehmen, deren Umsätze um 11,0 Prozent einbrachen.

Auch die Inlandsumsätze schwächten sich ab und gingen regional um 8,4 Prozent zurück. Im Kreis Viersen betrug der Rückgang sogar 8,5 Prozent. Lediglich die Metallherstellung und -verarbeitung verzeichnete einen leichten Anstieg von 1 Prozent.

Einige Branchen litten unter besonders deutlichen Verlusten: Die chemische Industrie verlor 17,0 Prozent, der Maschinenbau büßte 20,8 Prozent ein. Auch die Nahrungs- und Genussmittelbranche kämpfte mit einem Minus von 11,9 Prozent.

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Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, betonte die Notwendigkeit, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. Er begrüßte aktuelle Regierungsinitiativen, darunter die Hochtechnologie-Strategie des Bundesministeriums für Bildung, Forschung und Technologie.

Das erste Quartal 2026 brachte für die meisten Industriebranchen im Niederrheinischen Binnenraum weitere Rückgänge. Nur die Metallproduktion konnte ein leichtes Plus verzeichnen, während Schlüsselbranchen wie Chemie und Maschinenbau erhebliche Einbußen hinnehmen mussten. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt für die lokale Wirtschaft eine zentrale Priorität.

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