Offenbach hebt Energiesparregeln auf – dank überraschender Erfolge im Winter
Cathleen HövelOffenbach hebt Energiesparregeln auf – dank überraschender Erfolge im Winter
Offenbach lockert meisten Energiesparmaßnahmen – Ziele übertroffen
Nach einer erfolgreichen Heizperiode hat Offenbach die meisten seiner Energiesparvorgaben gelockert. Die Stadt hatte als Reaktion auf den Stopp russischer Gaslieferungen strenge Regeln eingeführt, darunter niedrigere Heizgrenzen und reduzierte Beleuchtung. Nun vermeldet die Verwaltung deutliche Einsparungen beim Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen.
Ende 2022, als die Gasversorgung unsicher wurde, setzte die Stadt erste Maßnahmen um: Die Raumtemperatur in städtischen Büros wurde auf 19 Grad begrenzt, die Außenbeleuchtung nachts abgeschaltet und später die Straßenlaternen nach Einbruch der Dunkelheit gedimmt, um Strom zu sparen.
Bis Ende Februar sank der Wärmeverbrauch in öffentlichen Gebäuden um bis zu 43 Prozent. Insgesamt reduzierte sich der Heizbedarf in städtischen Liegenschaften und Betrieben im letzten Quartal 2022 um 35,5 Prozent – in einigen Bereichen wurde sogar das 20-Prozent-Einsparziel übertroffen.
Ein Teil der Erfolge führt die Stadt auf die voranschreitende Digitalisierung zurück: Weniger Präsenzdienste bedeuteten geringeren Heiz- und Lichtbedarf in den Büros. Obwohl viele Beschränkungen nun aufgehoben wurden, bleibt die nächtliche Dimmung der Straßenlaternen bestehen.
Die Sparbemühungen sicherten Offenbach die Versorgung über Herbst und Winter. Obwohl die meisten Maßnahmen nun ausgesetzt sind, wird der Verbrauch weiterhin genau beobachtet. Als eine der wenigen noch geltenden Regeln bleibt die 19-Grad-Obergrenze in städtischen Büros erhalten.






