Opel-Chef Tavares rügt mangelnde Produktionseffizienz und kündigt harte Einschnitte an
Cathleen HövelOpel-Chef Tavares rügt mangelnde Produktionseffizienz und kündigt harte Einschnitte an
PSA-Konzernchef Carlos Tavares hat die Produktions effizienz bei Opel scharf kritisiert. Seine Äußerungen folgen auf die kürzliche Ankündigung von Stellenstreichungen im Werk Ellesmere Port, wo 400 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen.
Tavares bezeichnete die Produktion im Stammwerk Rüsselsheim als „nicht effizient genug“. Er verwies darauf, dass die Kosten bei Opel um 50 Prozent höher lägen als in den französischen PSA-Werken. Zudem kritisierte er überdimensionierte Strukturen, einen zu hohen Energieverbrauch und ineffiziente Abläufe in vielen Bereichen.
Der Vorstandsvorsitzende betonte, die Fahrzeugproduktion bei Opel müsse deutlich effizienter werden. Seine Aussagen erfolgen nur wenige Tage nach der Streichung einer Schicht in Ellesmere Port – dem ersten größeren Personalabbau seit der Übernahme Opels durch PSA.
Die Beschäftigungsgarantien für Opel-Mitarbeiter gelten derzeit nur bis Ende 2018. Betriebsräte stellen nun infrage, ob selbst diese Zusage gehalten wird. Der Wegfall der Schicht in Ellesmere Port hat bereits zu 400 Entlassungen geführt. Tavares’ Forderungen nach mehr Effizienz deuten auf weitere Veränderungen hin. Die Zukunft der Arbeitsplatzsicherheit bei Opel bleibt über 2018 hinaus ungewiss.






