11 June 2026, 02:17

Österreichs 5-Milliarden-Plan: So soll das Haushaltsdefizit bis 2028 sinken

Finanzminister Markus Marterbauer's Budgetrede 2027/28: Wo Einschnitte gemacht werden

Österreichs 5-Milliarden-Plan: So soll das Haushaltsdefizit bis 2028 sinken

Finanzminister Markus Marterbauer hat dem Nationalrat einen 5-Milliarden-Euro-Konsolidierungsplan vorgestellt. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Haushaltsdefizit Österreichs bis 2028 unter die EU-Grenze von drei Prozent zu drücken. Im Mittelpunkt des Plans stehen Ausgabenkürzungen und neue Einnahmequellen, um die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren.

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Ein zentraler Bestandteil der Regierungsstrategie sind höhere Beiträge staatlicher Unternehmen. Durch gesteigerte Dividenden dieser Firmen sollen die Konsolidierungsmaßnahmen mitfinanziert werden. Zudem wird eine verlängerte Bankenabgabe dazu beitragen, die Staatseinnahmen zu erhöhen.

Unternehmen und Banken werden einen Großteil der Last tragen. Die Körperschaftsteuer wird schrittweise angehoben, was die finanzielle Belastung für Firmen weiter erhöht. Als Gegenmaßnahme ist ab 2028 eine Senkung der Lohnnebenkosten geplant, die Arbeitnehmern Entlastung bringen soll.

Die Ankündigung folgt auf ähnliche Schritte Deutschlands, das seine Ausgaben strafft. Berlin bringt derzeit ein zweites großes Sparpaket auf den Weg, das in den Doppelhaushalt 2027/28 einfließen soll – ein Zeichen für den regionalen Trend zu stärkerer Haushaltsdisziplin.

Der Plan soll das Defizit bis 2028 in den Griff bekommen. Finanziert werden die Anpassungen durch höhere Dividenden, eine erhöhte Besteuerung von Unternehmen und die Bankenabgabe. Bei Erfolg würde Österreich nicht nur die EU-Fiskalregeln einhalten, sondern ab 2028 auch die Belastung durch Lohnnebenkosten verringern.

Quelle