Ostfalia entwickelt neues Schulungsprogramm für Rettungskräfte in Notfällen
Philip BinnerOstfalia entwickelt neues Schulungsprogramm für Rettungskräfte in Notfällen
Die Fakultät Gesundheit der Ostfalia Hochschule hat ein neues Forschungsprojekt gestartet, um Einsatzkräfte in Notfallsituationen zu unterstützen. Die Initiative mit dem Titel „HLF R/NK tW – Offene Hochschule für Leitstellen, Feuerwehr und Rettungsdienste“ zielt darauf ab, die Lücke zwischen beruflicher Praxis und akademischer Bildung zu schließen. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der Ausbildung in der Notfallversorgung und im Katastrophenmanagement.
Im Rahmen des Projekts entsteht ein flexibles, modulares Schulungsprogramm für Mitarbeiter:innen aus Leitstellen, Feuerwehren und Rettungsdiensten. Geplant sind sechs Module, darunter Kurse zu pädiatrischen Notfällen im Rettungsdienst sowie zur Einsatzführung bei Großschadenslagen. Ein teilweiser Pilotversuch soll die Wirksamkeit des Programms testen.
Die Initiative läuft vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028 und wird über das Programm „Hochschulen öffnen“ der NBank gefördert. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) sowie vom Land Niedersachsen. Die Ostfalia-Forscherinnen Professorin Dr. Ilka Benner, Professorin Dr. Melanie Lietz und Professorin Dr. Sandra Tschupke leiten das Vorhaben.
Sie arbeiten mit Praxispartnern wie dem Ausbildungszentrum Notfall- und Intensivmedizin zusammen. Beteiligt sind auch die Interdisziplinäre Task Force für Notfall- und Katastrophenmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover sowie die Feuer- und Katastrophenschutzabteilung der Stadt Wolfsburg.
Das Projekt soll ein transdisziplinäres Ausbildungssystem für Einsatzkräfte schaffen. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren werden dabei akademisches Wissen und praktische Expertise verknüpft. Der modulare Ansatz soll es Berufstätigen erleichtern, sich weiterzubilden und akademische Angebote zu nutzen.
