Pharmaverbände fordern von Warken dringende Maßnahmen gegen Chinas Dominanz und Reformchaos
Cathleen HövelPharmaverbände fordern von Warken dringende Maßnahmen gegen Chinas Dominanz und Reformchaos
Fünf große Verbände der Pharma- und Biotechnologiebranche haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aufgefordert, unverzüglich Maßnahmen zum Schutz der deutschen Arzneimittelindustrie zu ergreifen. In einem gemeinsamen Schreiben warnten sie, dass die aktuelle Politik die globale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors gefährde. Gleichzeitig wiesen die Verbände auf die wachsende Abhängigkeit von China bei der Versorgung mit essenziellen pharmazeutischen Wirkstoffen und Technologien hin.
Die Verbände kritisierten das kürzlich verabschiedete GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und behaupteten, es habe zu Unsicherheit in der Branche geführt. Sie argumentierten, dass geplante Verschärfungen wie strengere Preiskontrollen für patentgeschützte Medikamente und eine engere mengenbasierte Preisregulierung die Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen und den Zugang zu innovativen Therapien einschränken würden.
Obwohl die Verbände anerkannten, dass der jüngste Pharma-Dialog dazu beigetragen habe, Vertrauen wiederherzustellen, betonten sie die Notwendigkeit einer umfassenden, ressortübergreifenden Strategie. Sie forderten, dass die nächste Phase der Pharma-Strategie alle relevanten Bundesministerien sowie das Bundeskanzleramt einbeziehen müsse.
In dem Schreiben wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Verbände bereits zuvor Reformvorschläge eingereicht hätten, auf die es bisher jedoch keine offizielle Rückmeldung gegeben habe. Besorgnis äußerten sie über die starke Abhängigkeit Deutschlands von China bei pharmazeutischen Wirkstoffen und Schlüsseltechnologien, die sie als erhebliche Schwachstelle bezeichneten.
Die Verbände machten deutlich, dass entschlossenes Handeln erforderlich sei, um die Zukunft der deutschen Pharmaindustrie zu sichern. Sie bestanden auf einen abgestimmten Ansatz, um die Marktprobleme zu bewältigen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu verringern. Ohne rasche Reformen, so ihre Warnung, könnten die Innovationskraft und globale Wettbewerbsfähigkeit der Branche auf dem Spiel stehen.






