08 June 2026, 06:13

Rheinmetall trennt sich von ziviler Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall trennt sich von ziviler Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an Beteiligungsgesellschaft AEQUITA

Rheinmetall hat den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems an die Private-Equity-Gesellschaft AEQUITA abgeschlossen. Die Transaktion im Volumen von rund 350 Millionen Euro markiert einen strategischen Kurswechsel des Konzerns, der sich künftig stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich konzentrieren will. AEQUITA plant, alle aktuellen Mitarbeiter zu übernehmen und die bestehenden Markennamen der Sparte beizubehalten.

Der Deal umfasst den Großteil des zivilen Automobilgeschäfts von Rheinmetall, darunter die Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice. Die Sparte erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro und beschäftigte rund 6.250 Mitarbeiter. AEQUITA wird das Geschäft eigenständig führen und behält dabei alle Markenrechte sowie die gesamte Belegschaft.

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Drei deutsche Standorte der KS Huayu AluTech verbleiben im Rahmen eines Joint Ventures bei Rheinmetall. Zudem wird das spanische Werk in Abadiano vorerst sowohl zivile als auch militärische Komponenten fertigen, bevor es vollständig auf Rüstungsproduktion umgestellt wird. Darüber hinaus hält Rheinmetall an Dermalog SensorTec fest und gliedert das Unternehmen in die Sparte Weapon and Ammunition (Waffen und Munition) ein.

Der Verkauf entspricht Rheinmetalls Strategie, sich auf den Verteidigungssektor zu fokussieren, während AEQUITA die Übernahme als wertvolle Ergänzung seines Automobil-Portfolios betrachtet. Noch ausstehende kartellrechtliche Genehmigungen werden voraussichtlich bis Ende 2026 erteilt, sodass der Deal dann finalisiert werden kann.

Nach Abschluss der 350-Millionen-Euro-Transaktion übernimmt AEQUITA die volle Kontrolle über die Power-Systems-Sparte. Marken und Belegschaft bleiben unverändert, was Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter sichert. Rheinmetall hingegen wird zusätzliche Ressourcen in den Ausbau seiner Verteidigungsfähigkeiten lenken.

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