Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Sigmund FreudenbergerSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Beschäftigung
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Fast neun Prozent der Erwerbstätigen im Land kommen mittlerweile aus dem Ausland, und jedes vierte Unternehmen stellt internationale Mitarbeiter ein. Dieser Trend spiegelt einen grundlegenden Wandel auf dem regionalen Arbeitsmarkt wider.
Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, um 3.492. Im Jahr 2025 hatten bereits 11.539 Unternehmen im Land mindestens einen Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Wachstum von 43 Prozent – ein höherer Zuwachs als in jedem anderen ostdeutschen Bundesland.
Besonders ausgeprägt ist der Anstieg in größeren Unternehmen. Mittlerweile beschäftigen über 99 Prozent der Betriebe mit 500 oder mehr Mitarbeitern ausländisches Personal. Auch im Mittelstand (5 bis 19 Beschäftigte) ist der Anteil mit 26 Prozent deutlich gestiegen. Bei Kleinstunternehmen (1 bis 4 Mitarbeiter) liegt der Wert dagegen bei nur elf Prozent.
Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in Sachsen-Anhalt um 308 Prozent erhöht. Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer um 5.560. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, wie wichtig die Integration dieser Arbeitskräfte ist, um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken.
Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei der ausländischen Beschäftigung in Sachsen-Anhalt. Unternehmen aller Größenordnungen setzen zunehmend auf internationale Arbeitskräfte, um Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Diese Entwicklung wird voraussichtlich weiterhin die wirtschaftliche Landschaft der Region prägen.






