Salzgitter kämpft um sein VW-Werk: Oberbürgermeister attackiert Blumes Pläne
Philip BinnerSalzgitter kämpft um sein VW-Werk: Oberbürgermeister attackiert Blumes Pläne
Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat scharfe Kritik an den Plänen von Volkswagen-Chef Oliver Blume geäußert. Er reagierte damit auf Medienberichte, die über mögliche Stellenstreichungen und Standortschließungen im Konzern spekulieren.
Im Dezember 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall bei Volkswagen auf ein gemeinsames Abkommen geeinigt. Dieses sah zwar Personalabbau vor, garantierte jedoch den Erhalt aller VW-Standorte und verlängerte den Kündigungsschutz für die Belegschaft.
Klingebiel bezeichnete es als „ziefst beunruhigend“, dass Blume dieses Abkommen nun – kaum eineinhalb Jahre später – infrage stelle. Der Oberbürgermeister betonte, dass Werksschließungen und der Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen keine tragfähige Langzeitstrategie seien.
Er erklärte das Werk in Salzgitter für „nicht verhandelbar“ und forderte, es müsse Teil der Volkswagen Gruppe bleiben. Klingebiel verwies darauf, dass sowohl der Stadtrat von Salzgitter als auch Ministerpräsident Olaf Lies fest hinter der Belegschaft vor Ort und allen VW-Beschäftigten stünden.
Die Äußerungen des Oberbürgermeisters unterstreichen den massiven lokalen Widerstand gegen jede Maßnahme, die den Standort Salzgitter gefährden könnte. Zwar bleibt das bestehende Abkommen vorerst in Kraft, doch haben Blumes jüngste Aussagen Besorgnis ausgelöst. Klingebiels Haltung spiegelt die breite Unterstützung für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten innerhalb des Konzerns wider.
