Siemens-Quartalszahlen am 13. Mai: Droht die Wende nach Insider-Käufen und Analysten-Streit?
Philip BinnerSiemens-Quartalszahlen am 13. Mai: Droht die Wende nach Insider-Käufen und Analysten-Streit?
Siemens wird am 13. Mai seine Quartalszahlen vorlegen – Anleger verfolgen dabei besonders die Entwicklungen in der Sparte Digital Industries. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem zwei Insider kürzlich Aktien des Konzerns erwarben, was als mögliches Vertrauenssignal in die Zukunftsaussichten des Unternehmens gewertet wird.
Bei den Analysten herrscht indes Uneinigkeit über die Bewertung der Aktie: Während die Deutsche Bank und Barclays gegensätzliche Einschätzungen abgeben, bleibt die Stimmung gespalten.
Am 26. März kauften Marisol von Siemens und Hadrian Pausch – beide mit Verbindungen zu einem Aufsichtsratsmitglied – Siemens-Aktien im Wert von jeweils rund 105.000 Euro. Die Transaktionen wurden über Xetra zu einem durchschnittlichen Kurs von etwa 209,77 Euro pro Aktie abgewickelt. Dieser Schritt fällt in eine Phase, in der die Siemens-Aktie unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von derzeit 204,70 Euro notiert – ein Rückgang von rund 13 Prozent.
Die anstehenden Zahlen werden vor allem Aufschluss über die Auftragsentwicklung in der Sparte Digital Industries geben. Anleger werden zudem nach Anzeichen suchen, ob die von Barclays geäußerten operativen Bedenken ausgeräumt wurden. Analyst Vlad Sergievskii von Barclays stuft die Aktie weiterhin mit "underweight" (untergewichten) ein und argumentiert, sie sei überbewertet. Die Bank senkte ihr Kursziel kürzlich von 225 auf 220 Euro.
Die Deutsche Bank Research hingegen belässt die Siemens-Aktie auf "Hold" (halten) und setzt ein höheres Kursziel von 245 Euro an. In einem Bericht heißt es, geopolitische Spannungen – insbesondere der Konflikt im Iran – könnten die Auftragseingänge im zweiten Quartal leicht beeinträchtigen. Insgesamt werde der Effekt jedoch begrenzt bleiben.
Der Quartalsbericht am 13. Mai wird zeigen, wie sich Siemens entwickelt hat und ob die jüngsten Insider-Käufe auf ein breiteres Vertrauen in das Unternehmen hindeuten. Angesichts der gespaltenen Analystenmeinungen und geopolitischer Unsicherheiten könnten die Zahlen die künftige Handelsaktivität beeinflussen. Aktuell notiert die Aktie deutlich unter ihrem langfristigen Durchschnitt – was Raum für mögliche Stimmungsänderungen bei den Anlegern lässt.






