09 May 2026, 22:16

Skandal um Biennale Venedig 2025: Jury tritt zurück – Boykott gegen Israel und Russland

Plakat für Imre Kiralfys Super-Spektakel in Venedig, das kostümierte Künstler vor einem gebogenen Gebäude mit Laternen und Bäumen und einer Person auf dem Plakat zeigt.

Skandal um Biennale Venedig 2025: Jury tritt zurück – Boykott gegen Israel und Russland

Die Biennale Venedig 2025 eröffnet unter Protest – gesamte Jury tritt zurück

Die Biennale Venedig 2025 hat unter großer Kontroverse ihre Pforten geöffnet, nachdem die gesamte internationale Jury aus Protest zurückgetreten ist. Der Boykott richtet sich gegen Länder, deren Führungspersönlichkeiten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt sind – konkret gegen Israel und Russland. Die unter dem Motto „In Moll“ stehende Veranstaltung wird bis zum 22. November 2025 ohne die üblichen Goldenen Löwen-Preise stattfinden.

Kuratiert wird die diesjährige Biennale von Koyo Kouoh. Gezeigt werden Werke von 111 Künstlern in 100 Nationalpavillons. Portugals Beitrag, „RedSkyFalls“ des Künstlers Alexandre Estrela, ist im Palazzo Fondaco Marcello zu sehen. Auch Brasilien und Osttimor vertreten die lusophone Welt unter den Teilnehmenden.

Der Rücktritt der Jury zwang die Organisatoren, die Verleihung der Goldenen Löwen abzusetzen. Stattdessen wurde ein öffentlichkeitsbasiertes Abstimmungssystem namens „Besucher-Löwen“ eingeführt. Sowohl die Biennale-Stiftung als auch die italienische Regierung lehnten den Boykott ab und betonten die institutionelle Neutralität der Veranstaltung.

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Der russische Pavillon 2025 trägt den Titel „Der Baum hat seine Wurzeln im Himmel“ und wird von Anastasiia Karneeva kuratiert. Israels Ausstellung „Rose des Nichts“ wurde von Michael Gov zusammen mit Avital Bar-Shay und Sorin Heller organisiert. Der portugiesische Künstler Estrela hat die Teilnahme beider Länder öffentlich kritisiert.

Neben den Hauptausstellungen finden 31 Begleitveranstaltungen in ganz Venedig statt.

Die Biennale wird ohne ihre traditionellen Auszeichnungen fortgesetzt und setzt stattdessen auf Publikumsvoten. Der Boykott hat tiefe Gräben bei der politischen Einbindung in kulturelle Großereignisse offenbart. Die Festivalbesucher können die Ausstellungen noch bis zum Abschluss Ende November erleben.

Quelle