03 May 2026, 08:25

SPD-Politikerin Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reform-Debatten

Plakat mit der Überschrift "Senkung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das Informationen zur Senkung der Arzneimittelkosten unter der Regierung enthält.

SPD-Politikerin Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reform-Debatten

SPD-Politikerin Rasha Nasr besuchte kürzlich die Knut-Apotheke in Dresden, um sich über die Herausforderungen vor Ort zu informieren, mit denen Apotheken derzeit konfrontiert sind. Obwohl Nasr selbst keine fachliche Expertise in Gesundheitspolitik mitbringt, wollte sie sich vor den anstehenden parlamentarischen Debatten zur Apothekenreform ein eigenes Bild verschaffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Fragen der Finanzierung, Personalausstattung und die wachsende Rolle von Apothekerinnen und Apothekern in der Patientenversorgung.

Während des Besuchs erläuterte Apothekeninhaber Michael Gäbe die zentralen Punkte der geplanten Reform. Er betonte, dass Apotheken für viele Patientinnen und Patienten oft die erste Anlaufstelle seien – etwa bei Medikamentenchecks oder erweiterten Dienstleistungen, die gefährliche Wechselwirkungen verhindern sollen. Solche Maßnahmen entlasteten nicht nur Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, sondern erhöhten auch die Patientensicherheit, so Gäbe.

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Gleichzeitig warnte er, dass ohne eine faire Anpassung der Apothekenvergütung die Versorgungsqualität leiden könnte. Eine Ausweitung der Aufgaben für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) – ohne die Personalknappheit zu beheben – berge zudem die Gefahr, dass Servicestandards sinken. Wirtschaftliche Stabilität sei laut Gäbe unerlässlich, um die erweiterten Verantwortungsbereiche der Apotheken tragen zu können.

Nasr hörte den Anliegen der Apothekerinnen und Apotheker aufmerksam zu und stellte detaillierte Fragen zum Vergütungssystem. Sie räumte ein, wie wichtig es sei, vor den legislativen Beratungen gut informiert zu sein. Zum Abschluss versprach sie, die Sorgen der Branche an die Entscheidungsträger in Berlin weiterzugeben.

Der Besuch machte deutlich, unter welchem finanziellen und betrieblichen Druck Apotheken durch die aktuellen Reformpläne stehen. Gäbes Argumente konzentrierten sich auf eine gerechte Finanzierung, ausreichende Personalausstattung und die Notwendigkeit, hohe Versorgungsstandards zu halten. Nasrs Zusage, diese Themen im Parlament zur Sprache zu bringen, deutet darauf hin, dass die Bedenken der Apotheken in den kommenden Debatten eine Rolle spielen werden.

Quelle