Stadt schließt marodes Verwaltungsgebäude – Umzug in zwei neue Standorte
Ronald KramerStadt schließt marodes Verwaltungsgebäude – Umzug in zwei neue Standorte
Die Stadt hat ihr langjähriges Verwaltungsgebäude in der Frauenbergstraße 35 nach Jahren steigender Besucherzahlen und zunehmender baulicher Mängel geschlossen. Statt das veraltete Gebäude zu sanieren, entschieden sich die Verantwortlichen für einen Abriss und verlegten wichtige Dienstleistungen an zwei nahegelegene Standorte. Der Umzug folgt einem kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage: Die jährlichen Besuche stiegen von 45.000 im Jahr 2021 auf 78.000 im Jahr 2025.
Das Gebäude in der Frauenbergstraße 35 war für den modernen Gebrauch nicht mehr geeignet. Undichte Dächer, marode Technik, schlechte Barrierefreiheit und hohe Energiekosten machten eine Renovierung unwirtschaftlich. Statt in Modernisierungen zu investieren, beschloss die Stadt den Abriss und verteilte die Abteilungen auf zwei externe Immobilien.
Rund 70 Mitarbeiter bearbeiteten zuvor jährlich etwa 25.000 Besuche, 12.000 Personalausweisausstellungen, 15.000 Beglaubigungen und 20.000 Anmeldungen. Das Bürgeramt, das Standesamt und die Ausländerbehörde haben nun nur 150 Meter entfernt in der Frauenbergstraße 31 – im ehemaligen U3-Holding-Gebäude gegenüber der Oberhessischen Presse – wieder eröffnet. Das Ordnungsamt zog hingegen in die Schubertstraße 8b, etwa 700 Meter vom alten Standort entfernt, in die Nähe der Kreisverwaltung.
Beim Umzug wurden 610 Kubikmeter Möbel, Akten und Technik verlagert. Die Verantwortlichen legten Wert auf Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit während des Transports. Gleichzeitig wird das digitale Angebot unter www.unserewebsite/digital weiter ausgebaut, um Bürgern die Erledigung behördlicher Angelegenheiten online zu erleichtern.
Die neuen Standorte bieten dieselben zentralen Dienstleistungen wie zuvor – von Adressänderungen bis hin zu Antragstellungen. Angesichts eines durchschnittlichen jährlichen Besucheranstiegs von 15 Prozent strebt die Stadt an, effiziente Services aufrechtzuerhalten, während das alte, problembehaftete Gebäude schrittweise abgerissen wird. Die Abrisspläne laufen wie vorgesehen weiter.