13 June 2026, 18:14

Steinbrück fordert Debatte über rote Linien im Umgang mit der AfD

Sozialflügel der CDU lehnt Gespräche mit AfD ab

Steinbrück fordert Debatte über rote Linien im Umgang mit der AfD

Peer Steinbrück, ehemaliger SPD-Finanzminister, hat vorgeschlagen, klare Grenzen für mögliche Gespräche mit der rechtsextremen AfD zu ziehen. Er erkannte die Begründung für die politische Brandmauer gegen die Partei an, argumentierte jedoch, dass diese nicht auf Dauer aufrechterhalten werden sollte.

Steinbrück regte an, „rote Linien“ zu definieren, die einen möglichen künftigen Dialog mit der AfD leiten könnten. Gleichzeitig warnte er, dass die Mittel zur Bekämpfung des Extremismus zunehmend knapper würden – mit offensichtlichen Risiken für die Zukunft.

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Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerunion, lehnte jede Annäherung an die AfD entschieden ab. Er verglich die Erwartung, die Partei könnte sich ändern, mit der Forderung, sie solle ihre grundlegende Identität aufgeben. Aus seiner Sicht bleibt der „demokratische Schutzwall“ unverzichtbar, um die politische Mitte vor rechtsextremer Einflussnahme zu bewahren.

Radtke betonte zudem, wie wichtig Glaubwürdigkeit und die Nähe zu den Wählern im Kampf gegen Extremismus seien. Die Debatte zeigt eine tiefe Spaltung darüber, wie mit der AfD umgegangen werden soll: Während Steinbrück Potenzial in einem kontrollierten Dialog sieht, besteht Radtke auf einer strikten Distanz. Beide sind sich jedoch einig, dass die Herausforderung, extremistischem Einfluss entgegenzuwirken, immer größer wird.

Quelle