09 June 2026, 22:22

Streit um Rhein-Vertiefung: Energiegewinn oder Öko-Risiko bei Rheinfelden?

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände & Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Streit um Rhein-Vertiefung: Energiegewinn oder Öko-Risiko bei Rheinfelden?

Ein Plan zur Vertiefung von Abschnitten des Rheins bei Rheinfelden hat unter lokalen Behörden, Unternehmen und Anwohnern eine Debatte ausgelöst. Das von der naturenergie hochrhein AG vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung am Wasserkraftwerk Rheinfelden zu verbessern, indem große Mengen Gestein aus dem Flussbett entfernt werden. Öffentliche Anhörungen zu dem umstrittenen Vorhaben finden im nächsten Monat in Grenzach-Wyhlen statt.

Die Initiative „Rheinfelden 20plus“ sieht vor, den Fluss oberhalb und unterhalb des Kraftwerks auszubaggern. Bei einer Genehmigung würden die Arbeiten etwa zweieinhalb Jahre dauern. Dabei sollen an zwei Ausbaggerungsstellen jeweils rund 35.000 Kubikmeter Gestein abgetragen werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für den Abtransport des Aushubmaterials per Lkw werden auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen errichtet. Die Anhörungen sind für Mittwoch, den 1. Juli, und Donnerstag, den 2. Juli 2026, jeweils ab 10 Uhr im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen angesetzt. Themen werden unter anderem Umweltbedenken sein, etwa mögliche Auswirkungen auf den Oberrhein sowie geplante Maßnahmen, um eventuelle Schäden an den Wasserwegen auszugleichen.

In den Sitzungen werden zudem Stellungnahmen und Einwände von Kommunalvertretungen, Unternehmen und Privatpersonen geprüft. Ob die Öffentlichkeit teilnehmen darf, hängt von der Zustimmung der direkt am Verfahren Beteiligten ab.

Das Ergebnis der Anhörungen wird die Zukunft des Rhein-Vertiefungsprojekts prägen. Bei einer Genehmigung würde das Vorhaben eine erhebliche Veränderung der Flussstruktur bei Rheinfelden bedeuten. Die endgültige Entscheidung wird davon abhängen, inwieweit die Ziele der Energieerzeugung mit ökologischen und gesellschaftlichen Belangen in Einklang gebracht werden können.

Quelle