02 May 2026, 16:16

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Debatte aus

Blauer Kreis mit einem weißen Stern in der Mitte, umgeben von vier farbigen Flaggen und weißer Schrift, die 'NATO Joint Jet' liest.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Debatte aus

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Der Schritt hat Kritik von deutschen Politikern und Militärfachleuten ausgelöst. Manche werfen den USA vor, damit die Verteidigungszusammenarbeit zu schwächen, andere relativieren die Auswirkungen der Entscheidung.

Die linksgerichteten Sozialdemokraten (SPD) verurteilten die Ankündigung umgehend. Die verteidigungspolitische Sprecherin Siemtje Möller bezeichnete die Drohungen von Präsident Trump als „unberechenbar“ und nannte den Teilabzug „strategisch unbegründet“. Gleichzeitig warnte der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, dass die Verringerung der Truppenstärke jahrzehntelange konventionelle Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen untergrabe.

Der Militärwissenschaftler Carlo Masala brachte eine weitere Sorge ins Spiel. Er verwies auf die Streichung einer für 2024 geplanten US-deutschen Vereinbarung über die Stationierung von Raketensystemen als das eigentliche Problem. Masala zufolge entsteht dadurch eine kritische Lücke in der Abschreckung gegenüber Russland.

Sören Pellmann von der Linken bewertete den Abzug hingegen ganz anders. Er abtat die Debatte als „viel Lärm um nichts“ und forderte stattdessen die vollständige Schließung aller US-Militärstandorte in Deutschland. Pellmann verwies zudem auf die wirtschaftlichen Folgen: Allein in Rheinland-Pfalz arbeiten etwa 6.500 Deutsche für die US-Streitkräfte, bundesweit sind es rund 12.000 Beschäftigte.

Hardt betonte später die übergeordnete Bedeutung der US-Truppen in Deutschland. Einrichtungen wie das EUCOM in Stuttgart oder die Air Base Ramstein blieben unverzichtbar für die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit.

Der Abzug von 5.000 Soldaten hat die Diskussion über die deutsche Verteidigungspolitik weiter angeheizt. Kritiker verweisen auf Risiken für die Abschreckungsfähigkeit, während andere die Tragweite des Schritts infrage stellen. Die Aufkündigung der Raketenabkommen sorgt zusätzlich für Unsicherheit über künftige Sicherheitsarrangements.

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