Volkswagen plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und Werke in Gefahr
Ronald KramerVolkswagen plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und Werke in Gefahr
Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen und Werksschließungen in Deutschland vor. Das Unternehmen könnte bis zu 100.000 Arbeitsplätze abbauen und vier Standorte schließen, darunter die Werke in Hannover und Emden. Die Mitarbeitervertretung wurde von der Ankündigung überrascht.
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um über die Pläne zur Verkleinerung des Unternehmens zu beraten. Konzernchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte räumen ein, dass einige Sparten nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Seit Jahren beobachten Investoren, wie die deutschen Automobilhersteller – insbesondere in Asien – an Boden verlieren.
Volkswagen wird derzeit mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027 gehandelt. Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro, während der Aktienkurs bei 72,54 Euro liegt. Das Unternehmen steht unter Druck durch die aus der Trump-Ära stammenden Zölle, die wachsende chinesische Konkurrenz und die Kostenvorteile der eigenen Tochtergesellschaft Škoda.
Eine einflussreiche links-grüne Gruppierung innerhalb von Volkswagen hat über Jahre hinweg hohe Löhne und eine große Belegschaft durchgesetzt. Dies hat zur aktuellen finanziellen Belastung beigetragen, die nun drastische Maßnahmen erfordert.
Die geplanten Kürzungen würden eine deutliche Wende für das Unternehmen bedeuten. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und mehrere Werke könnten wegfallen. Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird über die nächsten Schritte für die Zukunft von Volkswagen entscheiden.
