Wahlmanipulation in Düdingen: Behörden prüfen Verdacht auf systematische Stimmensammlung
Philip BinnerWahlmanipulation in Düdingen: Behörden prüfen Verdacht auf systematische Stimmensammlung
Behörden in Freiburg prüfen Vorwürfe der Wahlmanipulation durch Stimmensammlung bei den jüngsten Parlamentswahlen in Düdingen
Die Ermittlungen begannen, nachdem Wahlhelfer Dutzende Stimmzettel mit nahezu identischer Handschrift entdeckt hatten. Nun soll geklärt werden, ob diese Unregelmäßigkeiten das Endergebnis beeinflusst haben könnten.
Aufgefallen waren die Auffälligkeiten am vergangenen Sonntag, als die Mitarbeiter die Stimmen für den Generalrat auswerteten. Das Wahlbüro bemerkte mehrere Stimmzettel mit frappierend ähnlicher Schrift und informierte umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense. Der Verdacht auf Stimmensammlung – also das Einsammeln und Einreichen mehrerer Wahlunterlagen durch eine Person – führte dazu, dass der Fall an die Staatsanwaltschaft Freiburg weitergeleitet wurde.
Der Generalrat in Düdingen umfasst 50 Sitze, doch bisher gibt es keine Hinweise darauf, welche Parteien oder Kandidaten betroffen sein könnten. Nach Schweizer Recht stellt Stimmensammlung eine Straftat dar und kann gemäß Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs mit Geldstrafen geahndet werden. Die Ermittler prüfen nun, ob die mutmaßlichen Manipulationen das Wahlergebnis verfälscht haben.
Die Staatsanwaltschaft wird nach Abschluss der Untersuchungen entscheiden, ob Anklage erhoben wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnten die Verantwortlichen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Erkenntnisse könnten zudem dazu führen, dass künftige Wahlen in Düdingen strenger überwacht werden.






