Warnstreik der Apotheker: Warum viele am 23. März nur Notdienste anboten
Cathleen HövelWarnstreik der Apotheker: Warum viele am 23. März nur Notdienste anboten
Apotheker in ganz Deutschland bereiteten sich auf einen bundesweiten Warnstreik am 23. März vor, um höhere Löhne durchzusetzen und auf die schwierige Lage der örtlichen Apotheken aufmerksam zu machen. Die Protestaktion sollte zeitweise Schließungen umfassen, wobei Notdienste jedoch aufrechterhalten werden sollten. Doch rechtliche Bedenken änderten die Pläne in einigen Regionen kurzfristig.
Ziel des Streiks war es, auf sinkende Vergütungen und die abnehmende Zahl unabhängiger Apotheken hinzuweisen. Die Organisatoren riefen die Mitglieder auf, ihre Türen den Großteil des Tages geschlossen zu halten und nur die Notfallschalter zu öffnen. Nach geltenden Vorschriften durften Apotheken rechtmäßig schließen, nachdem sie drei Stunden am Morgen geöffnet hatten.
Mehrere Landesapothekerverbände, darunter der von Baden-Württemberg, hatten die Aktion zunächst unterstützt. Doch das Sozialministerium des Landes erklärte die geplanten Schließungen für unzulässig. Daraufhin zog die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg ihre Unterstützung für vollständige Schließungen zurück.
Der Verband riet den Apothekern stattdessen, ihre Solidarität auf andere Weise zu zeigen. Vorschläge umfassten das Tragen von Warnwesten, das Abkleben mit Absperrband oder das Abdecken von Regalen, um ein sichtbares Zeichen zu setzen. Zudem wurden die Mitglieder aufgefordert, lokale Medien einzuladen und über den Notfallschalter mit Kunden ins Gespräch zu kommen.
Der Streik fand am 23. März statt – wenn auch mit angepassten Aktionsformen in einigen Regionen. Apotheker in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern setzten auf alternative Protestmethoden. Die Aktion unterstrich die anhaltenden Spannungen um die Finanzierung und die Zukunft der Vor-Ort-Apotheken in Deutschland.






