07 April 2026, 12:21

Wasserstoff-Müllwagen startet im Kreis Offenbach als ökologisches Pilotprojekt

Ein grünes Truck neben einer Reihe grüner Mülltonnen auf einer Straße, mit Pflanzen und Bäumen links, Gebäuden und einem Zaun im Hintergrund und einem Mast und Himmel darüber.

Wasserstoff-Müllwagen startet im Kreis Offenbach als ökologisches Pilotprojekt

Zwei Städte im Kreis Offenbach führen erstmals einen wasserstoffbetriebenen Müllwagen ein

Zwei Gemeinden im Landkreis Offenbach sind die ersten in der Region, die einen mit Wasserstoff betriebenen Müllwagen einsetzen. Das Fahrzeug, das am 14. Mai ausgeliefert wurde, fährt vollständig mit sauberer Energie und stößt lediglich Wasserdampf aus. Lokale Verantwortliche feiern den Schritt als Meilenstein auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Abfallentsorgung.

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Die DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR übernahm den neuen Lkw, der vom Hersteller Faun geliefert wurde. Das wasserstoffbetriebene Modell ersetzt einen herkömmlichen Diesel-Müllwagen und wird sowohl in Dreieich als auch in Neu-Isenburg im Einsatz sein. Mit einer Leistung von rund 320 PS und einer Mindestreichweite von 200 Kilometern entspricht es den Anforderungen des kommunalen Betriebs.

Das Wasserstoff-Brennstoffzellensystem des Fahrzeugs besteht aus drei Modulen, die gemeinsam eine Leistung von 90 kW erbringen. Im Gegensatz zu Dieselmotoren setzt es keine klimaschädlichen Emissionen frei. Die zusätzlichen Kosten wurden zu 80 Prozent durch Bundesfördermittel gedeckt, was die finanzielle Belastung für die Kommunen deutlich verringert.

Dreieichs Bürgermeister Martin Burlon und der Erste Beigeordnete von Neu-Isenburg, Stefan Schmitt, lobten das Projekt übereinstimmend. Sie betonten seine Bedeutung als Praxistest für den Einsatz von Wasserstofftechnologie im täglichen Müllsammlungsbetrieb. Die Gesamtkosten des Fahrzeugs belaufen sich auf etwa 993.000 Euro – dank öffentlicher Zuschüsse wurde die Investition jedoch tragbar.

Der neue Müllwagen wird nun auf verschiedenen Sammelrouten im Realbetrieb getestet. Sollte sich das Modell bewähren, könnte dies die breitere Einführung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge im öffentlichen Dienst beschleunigen. Vorerst bleibt das Vorhaben ein genau beobachteter Versuch für eine nachhaltigere Abfallwirtschaft.

Quelle