Wehen Wiesbaden hält mit zehn Mann ein 2:2 – und stürzt Aue in die Regionalliga
Cathleen HövelWehen Wiesbaden hält mit zehn Mann ein 2:2 – und stürzt Aue in die Regionalliga
SV Wehen Wiesbaden kämpft sich mit zehn Mann zu einem 2:2 gegen den FC Erzgebirge Aue – und besiegelt damit Aues Abstieg nach 80 Jahren Drittklassigkeit
Trotz fast durchgängiger Unterzahl erkämpfte sich der SV Wehen Wiesbaden ein 2:2-Unentschieden gegen den FC Erzgebirge Aue. Das Ergebnis bedeutete das Ende von Aues 80-jähriger Zugehörigkeit zur dritten Liga und den Abstieg in die Viertklassigkeit. Für Wiesbaden war die Partie ein Beweis für Moral, änderte aber wenig an der eigenen Tabellensituation.
Moritz Flotho brachte die Hessen früh in Führung, ehe Tarik Gözüsirin mit einem sehenswerten Treffer nach Eckball auf 2:0 erhöhte. Aue gelang zwischenzeitlich der Anschlusstreffer zum 1:2.
Die Wende kam in der 57. Minute, als Wiesbadens Niklas May mit Rot vom Platz flog und seine Mannschaft für den Rest der Partie in Unterzahl zurückließ. Trotz des Handicaps hielten die Hausherren bis zur 87. Minute stand, ehe Moritz Seiffert mit dem Ausgleich für Aue sorgte.
Nach dem Schlusspfiff bezeichnete Wiesbadens Trainer Stritzel das Ergebnis als "gemischte Gefühle" und verwies auf verpasste Chancen, die den Sieg hätten sichern können. Sportdirektor Daniel Scherning betonte hingegen, dass Aue seine wenigen gefährlichen Momente vor dem Tor effizient genutzt habe.
Für die Tabelle blieb das Remis für Wiesbaden ohne Folgen. Für Aue hingegen war es die Bestätigung des Abstiegs nach acht Jahrzehnten in der dritten Liga. Während der FC Erzgebirge Aue kommende Saison in der Regionalliga antreten wird, bleibt Wiesbaden in der Tabelle unverändert. Die Partie wurde für die Hausherren zur Bewährungsprobe – und am Ende belohnten sie sich trotz der roten Karte mit einem Punkt.






