Wiesbaden feiert buntes PRIDE-Wochenende mit CSD-Umzug und Drag-Shows
Philip BinnerWiesbaden feiert buntes PRIDE-Wochenende mit CSD-Umzug und Drag-Shows
Wiesbaden bereitet sich auf ein verlängertes PRIDE-Wochenende vor
Vom 29. bis 31. Juli 2022 steht Wiesbaden ganz im Zeichen eines ausgedehnten PRIDE-Wochenendes mit Drag-Auftritten, Kundgebungen und familienfreundlichen Veranstaltungen. Die Feierlichkeiten finden statt, während die Stadtverwaltung die anhaltenden Herausforderungen anerkennt, mit denen LGBTQ+-Bürger:innen konfrontiert sind – darunter Belästigungen und Diskriminierung im öffentlichen Raum.
Am 22. Juli würdigten Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Hinninger bei der Regenbogen-Rezeption lokale Aktivist:innen für ihr Engagement zugunsten von LGBTQ+-Rechten und Sichtbarkeit. Der queere Chor Die Uferlosen trat bei der Veranstaltung auf, während die Verantwortlichen betonten, dass abwertende Äußerungen und feindseliges Verhalten gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten nach wie vor ein Problem darstellen.
Mende unterstrich, dass bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Sichtbarkeit entscheidend seien, um Ausgrenzung zu verringern. Hinninger wies darauf hin, dass viele Betroffene von Diskriminierung oder Gewalt weiterhin zögerten, solche Vorfälle zu melden. Um dem entgegenzuwirken, plant Wiesbaden eine engere Zusammenarbeit mit dem Polizeipäsidium Westhessen, um Unterstützungsangebote besser zugänglich zu machen.
Höhepunkt des Wochenendes ist der Christopher-Street-Day (CSD)-Umzug am 30. Juli, der um 13 Uhr am Warmen Damm hinter dem Hessischen Staatstheater beginnt. Die Veranstaltung fällt mit dem 40-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V. zusammen, die sich seit Jahrzehnten für die Gesundheit und Rechte von LGBTQ+-Personen einsetzt.
Das PRIDE-Wochenende vereint Drag-Shows, Proteste und Gemeinschaftsaktionen in der ganzen Stadt. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Veranstaltungen mehr Akzeptanz fördern und gleichzeitig die Hürden abbauen, die LGBTQ+-Bürger:innen davon abhalten, Hilfe zu suchen. Durch die Zusammenarbeit mit der Polizei und kontinuierliche Aufklärungsarbeit soll ein sicheres Umfeld für alle geschaffen werden.






