Wiesbaden kämpft gegen rasende Autofahrer: 405 Tempoversöchße in 90 Minuten
Cathleen HövelWiesbaden kämpft gegen rasende Autofahrer: 405 Tempoversöchße in 90 Minuten
Verkehrskontrollen in Wiesbaden: Rasertum nimmt besorgniserregende Ausmaße an
Bei jüngsten Geschwindigkeitsmessungen haben Verkehrspolizisten in Wiesbaden eine alarmierend hohe Zahl von Tempoversöchßen registriert. Die Kontrollen fanden an verschiedenen Standorten in der Stadt statt und offenbarten eine weitverbreitete Missachtung der Verkehrsregeln. Die Behörden reagierten mit Bußgeldern, Strafverfahren und dem Versprechen, die Überwachung künftig zu verschärfen.
Allein bei einer Messaktion am Montag auf der B54 in Höhe des Siegfriedrings wurden innerhalb von nur 90 Minuten 405 Tempoversöchße dokumentiert. Davon erhielten 306 Autofahrer Verwarnungsgelder, während in 98 Fällen offizielle Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. Der schwerwiegendste Verstoß: Ein Fahrer wurde mit 149 km/h in einer 70er-Zone geblitzt und muss nun mit einem Fahrverbot rechnen.
Am Donnerstag führten Beamte weitere Kontrollen auf der Theodor-Heuss-Brücke durch. Zwei Motorradfahrer wurden mit 88 km/h und 91 km/h in einer 50er-Zone gestoppt – beide drohen nun Fahrverbote.
Zudem beschlagnahmte die Polizei einen frisierten E-Scooter sowie ein manipuliertes E-Bike. Gegen die Fahrer wurden Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis eingeleitet. Bei dem E-Scooter-Fahrer gab es zudem Hinweise auf vorherigen Drogenkonsum.
Die Behörden kündigten an, die gezielten Kontrollen fortzusetzen, um Rasen einzudämmen und die Verkehrssicherheit in Wiesbaden zu erhöhen. In den kommenden Wochen sind weitere Messaktionen und Sanktionen zu erwarten.






