Wilderei in Niedersachsen: Trächtige Hirschkuh mit Armbrust-Bolzen getötet
Philip BinnerWilderei in Niedersachsen: Trächtige Hirschkuh mit Armbrust-Bolzen getötet
Ende Mai wurde in Bleckede eine trächtige Hirschkuh tot aufgefunden. Das Tier war durch einen Bolzen aus einer Armbrust tödlich verletzt worden. Die örtlichen Behörden haben seitdem Ermittlungen wegen Wilderei und Tierquälerei eingeleitet.
Der örtliche Jagdpächter entdeckte den Kadaver des Tieres am 27. Mai und erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen ergaben, dass der Bolzen aus dem Körper des Tieres geborgen worden war.
Durch Nachforschungen bei Herstellern von Armbrüsten konnten die Beamten einen möglichen Käufer ausfindig machen. Am 25. Juni durchsuchten Polizisten auf Basis eines Beschlusses des Landgerichts Lüneburg eine Wohnung in Bleckede. Dabei wurde die mutmaßliche Tatwaffe sowie weiteres Zubehör sichergestellt.
Die Bewohner der Wohnung gerieten unter Tatverdacht. Sie äußerten sich bisher nicht zu den Vorwürfen.
Die Ermittlungen dauern noch an. Die Polizei wertet weiterhin die bei der Durchsuchung sichergestellten Beweismittel aus. Bisher wurden keine Anklagen erhoben.
