WM 2026: Rekordturnier zwischen Begeisterung, Klimakrise und politischen Spannungen
Ronald KramerWM 2026: Rekordturnier zwischen Begeisterung, Klimakrise und politischen Spannungen
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 startet am Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. Diese Ausgabe geht als erste mit 48 teilnehmenden Mannschaften in die Geschichte und ist damit das größte Turnier aller Zeiten. Doch hinter der Vorfreude zeichnen sich bereits Spannungen ab – um Zugänglichkeit, Politik und Nachhaltigkeit.
Die Fußball-WM der Männer bleibt das größte Sportereignis der Welt und zieht Milliarden von Zuschauern in ihren Bann. Doch die erweiterte Dimension der Austragung 2026 wirft Fragen zu den Nachhaltigkeitsversprechen der FIFA auf. Kritiker monieren, dass der immense ökologische Fußabdruck des Turniers im Widerspruch zu den wachsenden Klimakrisen steht.
In Mexiko sorgen explodierende Ticketpreise dafür, dass der Fußball sich immer weiter von seinen Arbeiterklasse-Wurzeln entfernt. Viele Fans können sich die Spiele kaum noch leisten – eine Entwicklung, die die traditionelle Inklusivität des Sports untergräbt. Die USA hingegen haben strenge Einreiseregeln für Spieler und Anhänger verhängt, was FIFA’s Ideal von Fußball als verbindender Kraft auf die Probe stellt.
Kanada, das als Mitausrichter eine Gegenposition zu den USA einnehmen könnte, setzt auf eine offenere Haltung. Angesichts der politischen Spannungen und autoritären Tendenzen in den USA könnte der liberale Ansatz des Landes das Turnierklima abseits des Platzes prägen.
Auf dem Rasen geht Deutschland unter Bundestrainer Julian Nagelsmann mit hohen Erwartungen ins Turnier. Doch Debatten über das Verhalten der Spieler – etwa das Singen der Nationalhymne – haben bereits für Reibungen gesorgt. Andreas Rettig, Sportdirektor des DFB, wies solche Diskussionen als Ablenkung zurück und betonte, der Fokus müsse auf der Leistung liegen.
Für Fans, die vor Ort dabei sein wollen, steht der vollständige Spielplan nun zum Download und Ausdruck bereit.
Die WM 2026 wird zeigen müssen, ob der Fußball Spektakel und Verantwortung in Einklang bringen kann. Mit 48 Teams, drei Gastgebern und anhaltenden Konflikten um Zugang und Politik steht das Turnier vor Herausforderungen, die über den Sport hinausgehen. Wie diese Themen sich entwickeln, könnte das Vermächtnis der Weltmeisterschaft genauso prägen wie die Spiele selbst.






