10 April 2026, 12:19

Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab 2026

Plakat mit der Aufschrift "Nationaler Ausschuss für Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer USA-Karte und menschlichen Figuren, die Ausschussmitglieder darstellen.

Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab 2026

Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die offiziell die Gruppengrößen in Kitas reduziert. Der Stadtrat beschloss die Änderungen im Rahmen des Demografie-Chancen-Programms 2030, wobei die Anpassungen im Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft treten sollen. Die Entscheidung folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Elternvertreter:innen nach kleineren Gruppen.

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Nach den neuen Regelungen dürfen Krippengruppen höchstens 14 Kinder betreuen – bisher waren es 15. Kindergartengruppen schrumpfen von 25 auf 24 Kinder, während Hortgruppen von 20 auf 19 Kinder verkleinert werden. Diese Reduzierungen gelten als Standard, allerdings können Ausnahmen genehmigt werden, wenn Leitungen einen pädagogischen Bedarf für die gesetzliche Höchstgrenze nachweisen.

Der Stadtrat unterstützte den Vorschlag der Verwaltung mit lediglich zwei Enthaltungen der AfD. Die Kita-Leitungen werden die Einhaltung überwachen und sicherstellen, dass die kleineren Gruppengrößen beibehalten werden – sofern keine besonderen Umstände vorliegen.

Wolfenbüttels Schritt ist ein regionales Novum, da bisher keine andere niedersächsische Kommune eine solche formelle Verringerung der Betreuungsgruppen umgesetzt hat. Die Änderungen treten im Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft. Ziel der kleineren Gruppen ist es, die Betreuungsqualität zu verbessern – eine direkte Reaktion auf Rückmeldungen von Fachkräften und Familien. Gleichzeitig positioniert sich die Stadt als Vorreiter bei der Anpassung der Kinderbetreuungspolitik an demografische Veränderungen.

Quelle