13 June 2026, 20:19

ZDF zieht Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Unruhen zurück

ZDF wirft Musk vor, 'Jagd auf Migranten' und 'Bürgerkrieg' zu fordern

ZDF zieht Vorwürfe gegen Elon Musk nach Belfast-Unruhen zurück

Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat Elon Musk vorgeworfen, einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Diese Behauptung erfolgte nach gewaltsamen Ausschreitungen in Belfast, bei denen ein Mann aus dem Sudan einen örtlichen Bewohner angegriffen haben soll. Später räumte ZDF ein, dass die Formulierung in seinem Bericht unpräzise und irreführend gewesen sei.

Die Unruhen begannen, nachdem dem sudanesischen Staatsbürger Hadid Allodid vorgeworfen wurde, den Schotten Stephen Ogilvie fast enthauptet zu haben. Ein Video des Angriffs verbreitete sich online und führte dazu, dass ein rassistischer Mob Migranten in der Stadt attackierte. Vermummte Angreifer warfen Brandflaschen auf von Migranten bewohnte Häuser sowie auf einen afrikanisch geführten Supermarkt.

In der Sendung ZDF heute live berichtete der Sender, Musk und der rechtsextreme Aktivist Tommy Robinson hätten über einen Beitrag auf Musks Plattform X zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen. Der Beitrag deutete an, dass deren Online-Aufrufe zu den Gewaltausbrüchen beigetragen hätten. Musk hatte Robinsons Aufruf zu Protesten verstärkt und geschrieben: „Nur durch wiederholte und laute Proteste haben wir eine Chance.“

Nach Kritik gab ZDF zu, dass die Formulierung in der Sendung missverständlich gewesen sei und Zuschauer in die Irre führen könnte. Der ursprüngliche Bericht des Senders hatte Musks Aktivitäten in sozialen Medien mit der Gewalt in Belfast in Verbindung gebracht. Später korrigierte ZDF seine Wortwahl in Bezug auf die Vorwürfe. Der Vorfall unterstreicht die angespannte Lage in Nordirland nach dem Angriff und den darauffolgenden Unruhen.

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