15 Jahre AGiL-Mentoring: Wie Ehrenamtliche junge Menschen in den Beruf begleiten
Cathleen Hövel15 Jahre AGiL-Mentoring: Wie Ehrenamtliche junge Menschen in den Beruf begleiten
Die AGiL Arbeitsförderungsgesellschaft feiert 15 Jahre Mentoring-Projekt
Die AGiL Arbeitsförderungsgesellschaft hat das 15-jährige Jubiläum ihres Mentoring-Projekts begangen. Seit Jahren begleitet die Initiative benachteiligte junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Bei einer kürzlichen Feier wurden 45 engagierte Ehrenamtliche für ihr langjähriges Engagement geehrt.
Das Mentoring-Projekt startete 2008 mit Förderung der Robert Bosch Stiftung. Später übernahm das Hessische Ministerium für Soziales und Integration die finanzielle Unterstützung. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Begleitung junger Menschen – viele mit Migrations- oder Fluchtgeschichte – bei beruflichen und persönlichen Herausforderungen.
Seit dem Beginn des Projekts sind rund 300 Mentoring-Tandems, sogenannte "Tandems auf Zeit", entstanden. Die Mentor:innen geben ihr berufliches Wissen und ihre Lebenserfahrung weiter, um die Mentees bei der Karriereplanung zu unterstützen. Ein zentrales Angebot ist das Training "Fit für Vorstellungsgespräche", in dem die Teilnehmenden reale Bewerbungssituationen üben. Seit 2010 wurden hier etwa 3.300 Probeinterviews durchgeführt.
Projektkoordinatorin Brigitte Vogler leitet die Initiative. Sie ist unter der Telefonnummer 0561-1003 1275 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar. Die Verantwortlichen suchen derzeit weitere Freiwillige, insbesondere mit Hintergrund in kaufmännisch-technischen Berufen oder im Gesundheits- und Pflegebereich.
Ähnliche Mentoring-Programme gibt es auch in anderen Regionen Deutschlands. In Sachsen wurden seit Beginn rund 1.600 Tandems vermittelt, in Stuttgart seit 2017 etwa 700. Auch Marktheidenfeld in Mainfranken betreibt ein eigenes Projekt. Keines dieser Angebote entspricht jedoch in Struktur oder Laufzeit exakt dem Kasseler Modell.
Die Jubiläumsveranstaltung unterstrich die Wirkung des Projekts über 15 Jahre hinweg. Mit der Ehrung von 45 Ehrenamtlichen bleibt der Bedarf an weiteren Mentor:innen hoch. Die Initiative setzt sich weiterhin für eine strukturierte Unterstützung junger Menschen beim Berufseinstieg ein.






