Imbissbesitzer zahlt 44.000 Euro Strafe für brutale Ausbeutung von Arbeitnehmern
Ronald KramerImbissbesitzer zahlt 44.000 Euro Strafe für brutale Ausbeutung von Arbeitnehmern
Ein Imbissbesitzer in Kelsterbach wurde mit einer Strafe von knapp 44.000 Euro belegt, nachdem er drei vietnamesische Arbeitnehmer ausgebeutet hatte. Die Behörden deckten schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht auf, darunter ausstehende Löhne und illegale Beschäftigungsbedingungen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Lohnbetrug und Schwarzarbeit in Deutschland zu bekämpfen.
Die Ermittlungen begannen, als Kontrolleure den Imbiss besuchten und drei Mitarbeiter ohne gültige Pässe oder Aufenthaltstitel antrafen. Die Arbeiter berichteten von ausbeuterischen Arbeitszeiten – rund zwölf Stunden täglich, sechs Tage die Woche – und lebten zudem in einer beengtem Wohnung direkt neben dem Restaurant.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt bestätigte später, dass der Besitzer den Arbeitern in sechs Monaten fast 12.400 Euro an Löhnen vorenthalten hatte. Zudem hatte er die Mitarbeiter weder bei der Sozialversicherung angemeldet noch die vorgeschriebenen Meldungen zur Beschäftigung eingereicht. Neben dem Lohnbetrug wurde ihm vorgeworfen, illegale Aufenthalte begünstigt und Einnahmen veruntreut zu haben.
Ein Strafbefehl verhängte 90 Tagessätze à 40 Euro gegen den Besitzer. Das Verwaltungsverfahren endete mit einer Gesamtstrafe von fast 44.000 Euro. Der Fall ist Teil einer bundesweiten Verschärfung der Kontrollen: Allein 2025 wurden bei rund 25.700 Betriebsprüfungen über 6.121 Verstöße gegen den Mindestlohn festgestellt.
Der Besitzer muss nun mit finanziellen Sanktionen und einem Eintrag ins Strafregister wegen Verstößen gegen das Arbeitsrecht rechnen. Die Arbeiter, die weder legal entlohnt noch sozialversichert waren, bleiben weiterhin ohne Aufenthaltspapiere. Die Behörden gehen weiterhin gezielt gegen Lohnbetrug und illegale Beschäftigung im ganzen Land vor.






