28 June 2026, 04:21

18. Strafverfahren gegen René Benko: Millionenbetrug und Insolvenzchaos bei Signa

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

18. Strafverfahren gegen René Benko: Millionenbetrug und Insolvenzchaos bei Signa

Gegen René Benko wird in München nun bereits zum 18. Mal ein Strafverfahren geführt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Im Mittelpunkt steht der mutmaßliche Missbrauch einer Zahlung von 120 Millionen Euro, die ursprünglich für das Projekt Bahnhofplatz bestimmt war.

Die 120 Millionen Euro sollen stattdessen genutzt worden sein, um Liquiditätsengpässe innerhalb der Signa Group zu überbrücken. Zudem flossen Teile des Geldes in eine Kapitalerhöhung, die den Kauf des Luxuskaufhauses Selfridges in London finanzieren sollte. Die Ermittler werfen Benko vor, eine ähnliche Vorgehensweise auch bei einem Geschäft mit einem saudischen Staatsfonds angewandt zu haben.

Seit Januar 2025 befindet sich Benko in Untersuchungshaft. Für diesen Donnerstag ist eine Verhandlung über seine Beschwerde vor dem Bundesgerichtshof angesetzt. Sollte er verurteilt werden, wäre er der Erste, gegen den im Rahmen der Signa-Affäre ein rechtskräftiges Urteil ergeht.

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Parallel dazu laufen die Insolvenzverfahren gegen ihn weiter. Der vom Gericht bestellte Verwalter sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Im Rahmen von Benkos Privatinsolvenz rückt derzeit eine Reihe hochwertiger Damenringe in den Fokus. Zudem werfen die Ermittler der Signa Prime Selection vor, als finanzielle Drehscheibe fungiert zu haben, über die Gelder aus verschiedenen Immobilienprojekten abgezogen wurden.

Die Vorwürfe umfassen die Veruntreuung von Mitteln und Betrug. Benkos juristische Auseinandersetzungen ziehen sich hin, seine Untersuchungshaft wurde mit dem Fortschreiten der Verfahren verlängert. Die Ergebnisse dieser Fälle könnten richtungsweisend für andere Personen sein, die mit der Signa Group in Verbindung stehen.

Quelle