07 May 2026, 02:18

Apotheken ächzen unter steigenden Lohnkosten – weitere Erhöhungen drohen 2027

Plakat mit der Aufschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Logo, das wahrscheinlich über reduzierte Arzneimittelkosten unter der Regierung informiert.

Apotheken ächzen unter steigenden Lohnkosten – weitere Erhöhungen drohen 2027

Apotheken in Deutschland kämpfen mit steigenden Kosten durch Lohnerhöhungen

Die Gehälter in deutschen Apotheken steigen aufgrund neuer Tarifvereinbarungen – und damit auch die Belastung für die Betriebe. Zum Jahresbeginn 2026 trat eine weitere Lohnerhöhung von drei Prozent in Kraft, die die jährlichen Personalkosten um mehrere tausend Euro erhöht. Weitere Steigerungen stehen bereits bevor: Der gesetzliche Mindestlohn soll 2027 erneut deutlich angehoben werden.

Seit dem 1. Januar 2026 gelten in Apotheken aufgrund von Tarifverträgen drei Prozent höhere Löhne. Diese Anpassung allein kostet jede Apotheke zusätzlich rund 9.500 Euro pro Jahr. Die Erhöhung folgt auf frühere Anpassungen im Zusammenhang mit dem Mindestlohn, der 2026 auf 13,90 Euro steigen wird.

Der nächste große Sprung steht zum 1. Januar 2027 an, wenn der Mindestlohn auf 14,60 Euro angehoben wird. Diese Steigerung um 17,6 Prozent wird die jährlichen Kosten pro Apotheke um etwa 700 Euro erhöhen. Arbeitgeberverbände wie die Treuhand Hannover warnen, dass die wiederholten Lohnerhöhungen die Betriebe stark unter finanziellen Druck setzen.

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Unterdessen stehen neue Tarifverhandlungen bevor. Die aktuelle Vereinbarung zwischen Adexa und ADA läuft bis zum 31. Dezember 2026, danach sollen die Gespräche wiederaufgenommen werden. In Nordrhein-Westfalen endet ein separater Tarifvertrag mit dem Tarifverband der Apothekenleiter (TGL) sogar bereits am 30. Juni 2026. Adexa hat bestätigt, sich auf die anstehenden Verhandlungen vorzubereiten.

Die jüngsten Lohnerhöhungen belasten die Apotheken bereits mit zusätzlichen tausend Euro pro Jahr. Mit weiteren feststehenden Steigerungen für 2027 und bevorstehenden Verhandlungen sehen sich die Arbeitgeber weiterhin vor finanzielle Herausforderungen gestellt. Die Branche muss sich nun an die höheren Lohnkosten anpassen – und gleichzeitig auf die nächste Verhandlungsrunde vorbereiten.

Quelle