Bären-Gedenktag erinnert an Brunos tragisches Schicksal und die Rückkehr der Wildtiere
Philip BinnerBären-Gedenktag erinnert an Brunos tragisches Schicksal und die Rückkehr der Wildtiere
Jährlich am 26. Juni erinnert der Bären-Gedenktag an Bruno, den Braunbären, der auch als JJ1 bekannt war. Die Initiative soll auf die Herausforderungen aufmerksam machen, die mit der Rückkehr von Bären in deutsche Landschaften verbunden sind. Gleichzeitig will sie die öffentliche Unterstützung für eine mögliche Einwanderung der Tiere in das Land fördern.
Bruno wurde im Naturpark Adamello-Brenta in Italien geboren. 2006 wanderte er nach Norden bis nach Bayern, wo er mehrere Nutztiere tötete. Die bayerische Regierung stufte ihn am 24. Juni als Problembär ein und ordnete seine Erlegung an.
Nur zwei Tage später wurde Bruno in der Nähe der Rotwand im Gebiet des Spitzingsees erschossen. Sein Körper wurde später präpariert und ist heute im Museum Mensch und Natur in München ausgestellt.
Die Stiftung für Bären führte den Bären-Gedenktag 2007 ein. Die jährliche Erinnerung dient als Mahnmal für Brunos Schicksal und regt Diskussionen über das Zusammenleben von Mensch und Wildtier an. Der Tag ehrt Brunos Leben, thematisiert aber auch die Realitäten der Bärenwanderung. Zudem fördert er das Verständnis in lokalen Gemeinden für eine mögliche Rückkehr der Tiere nach Deutschland. Die Veranstalter setzen sich weiterhin für eine größere Akzeptanz der Bären in der Region ein.






