30 March 2026, 14:21

Berliner Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen

Schwarzes und weißes Foto eines belebten Berliner Markts mit Menschen, Gemüsewagen, Schirmen und Gebäuden mit sichtbarem Text im Hintergrund.

Berliner Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen

Freiwillige in Berlin engagieren sich für die Tafeln – die Nachfrage steigt weiter

In Berlin packen immer mehr Ehrenamtliche mit an, um die Arbeit der Tafeln zu unterstützen, während die Nachfrage ungebrochen wächst. Im Neuköllner Supermarkt sammeln Anne, Uschi und Marianne Spenden für die Berliner Tafel, die Teil eines Netzwerks ist und fast 94.000 Menschen in der Hauptstadt versorgt. Die Osteraktion "Noch eins drauf!" läuft noch bis zum 4. April 2026 und ruft Kund:innen dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt für Bedürftige in den Warenkorb zu legen.

Die Berliner Tafel unterhält 48 Ausgabestellen und verteilt monatlich rund 660 Tonnen Lebensmittel. Die Organisation stützt sich auf ein Logistikzentrum und eine Flotte von 25 Kleintransportern, um Obdachlosenunterkünfte, Suppenküchen und sozial benachteiligte Haushalte zu erreichen. Seit der Pandemie hat sich die Zahl der Hilfesuchenden nahezu verdoppelt.

An der Osteraktion "Noch eins drauf!" beteiligen sich 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland. Kund:innen werden aufgefordert, ein Extra-Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – zu kaufen und es den Freiwilligen an der Kasse zu überlassen. Diese Spenden helfen, Lücken im regulären Sortiment der Tafel zu schließen, in dem oft nicht lebensnotwendige, aber sehr willkommene Waren fehlen.

In der Edeka-Filiale an der Karl-Marx-Straße 101 kommen die Gaben von Kund:innen aller Schichten – selbst in einem Viertel, das nicht zu den wohlhabenden zählt. Uschi, eine langjährige Freiwillige, weist auf die Schwierigkeiten älterer Empfänger:innen hin, von denen manche aufgrund schlechter Zähne bestimmte Lebensmittel nicht essen können. Anne, 33, kombiniert ihre Arbeit im KaDeWe mit wöchentlichen Einsätzen bei der Tafel – ein Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Engagement das System am Laufen hält.

Bundesweit zählt die Tafel über 970 Standorte und mehr als 2.000 Ausgabestellen. Rewe allein unterstützt das Netzwerk seit 1996 und spendete 2026 fast 400.000 Tüten. Die Aktion läuft noch bis zum 4. April und bietet Berliner:innen eine einfache Möglichkeit, zu helfen. Angesichts steigender Nachfrage und eines wachsenden Netzwerks bleibt die Tafel auf öffentliche Großzügigkeit und ehrenamtliches Engagement angewiesen. Jede zusätzliche Spende kommt direkt Tausenden zugute, die von Ernährungsunsicherheit betroffen sind.

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