DHL-Verteilzentrum in Obertshausen: Bürgermeister fordern Lösungen für Verkehrs- und Parkchaos
Philip BinnerDHL-Verteilzentrum in Obertshausen: Bürgermeister fordern Lösungen für Verkehrs- und Parkchaos
Bürgermeister aus Obertshausen und Heusenstamm haben kürzlich das DHL-Verteilzentrum in Obertshausen besucht, um über aktuelle Herausforderungen zu sprechen. Die Anlage, eines der größten Paketumschlagzentren Deutschlands, steht wegen Verkehrs- und Parkproblemen im umliegenden Gewerbegebiet in der Kritik. Beide Seiten erkannten den Bedarf an besserer Infrastruktur und engerer Zusammenarbeit an.
Das Verteilzentrum nahm 2016 im Gewerbegebiet Herzbäcker in Obertshausen seinen Betrieb auf. Es verarbeitet bis zu 50.000 Pakete pro Stunde und beschäftigt in Stoßzeiten rund 900 Mitarbeiter. Hier werden Sendungen aus der Region sortiert, bevor sie bundesweit verschickt werden.
Oberbürgermeister Steffen Ball äußerte Bedenken wegen illegal abgestellter Lkw im Gewerbegebiet von Heusenstamm. Diese Fahrzeuge führten zu Vermüllung und öffentlichem Urinieren, was die Anwohner belastet. DHL erlaubt Lkw nur während aktiver Einsätze auf seinem Gelände, stellt den Fahrern unter der Woche jedoch Toiletten zur Verfügung.
Die Bürgermeister beider Städte wiesen zudem auf die unzureichende Autobahnanbindung des Gewerbegebiets hin. Alle Beteiligten waren sich einig, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Jochen Stark, Filialleiter von DHL in Frankfurt, betonte das Engagement des Unternehmens für nachhaltige Logistik, darunter den Ausbau der Flotte an Elektro-Lieferfahrzeugen. Bis 2026 wird die Deutsche Post DHL rund 45.400 Elektro-Transporter einsetzen – ein Anstieg gegenüber 39.100 im Jahr 2024 und nur 3.000 im Jahr 2018.
Nach der Besichtigung vereinbarten die Verantwortlichen, den Dialog fortzusetzen. Ziel ist es, eine gemeinsame Lösung für die Park- und Verkehrsprobleme in der Region zu finden. Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Verständnis der Herausforderungen. DHL wird weiterhin mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten, um Parkverstöße und Infrastrukturdefizite zu beheben. Weitere Gespräche sind geplant, um den reibungslosen Ablauf für das Unternehmen und die Anwohner zu gewährleisten.






