15 April 2026, 12:21

Berlins Wohnungsnot bedroht Mieter und soziale Treffpunkte wie das Potse

Eine belebte Straße in Berlin mit zahlreichen parkenden Taxis, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternen, Bäumen, Gebäuden, einem fernen Bogen mit Statuen und einem Turm sowie einem bewölkten Himmel.

Berlins Wohnungsnot bedroht Mieter und soziale Treffpunkte wie das Potse

Berlins Wohnungsnot zwingt Mieter und Gemeinschaftsräume aus ihren vier Wänden

Die anhaltende Wohnungskrise in Berlin treibt weiterhin Anwohner und soziale Einrichtungen aus ihren Häusern. Steigende Mieten, Zwangsräumungen und Kündigungen setzen selbst langjährige Institutionen wie das Potse, das zweitälteste Jugendzentrum der Stadt, massiv unter Druck. In der gesamten Hauptstadt organisieren Mieter und Aktivisten nun Proteste, Versammlungen und Kampagnen, um sich zur Wehr zu setzen.

Das Potse, ein Jugendtreff mit jahrzehntelanger Geschichte, steht vor einer ungewissen Zukunft. Der aktuelle Mietvertrag läuft in sechs Monaten aus – die Verantwortlichen suchen verzweifelt nach Alternativen. Beim Zweiten Überlebensstrategie-Plenum am 3. April kommen Unterstützer zusammen, um vor Ablauf der Frist einen neuen Standort zu sichern.

Doch die Krise betrifft längst nicht nur das Potse. Mieter der Vonovia, eines der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands, schließen sich im Bündnis Berlin gegen Vonovia zusammen. Für den 31. März planen sie ein Plenum, um gegen drastische Mieterhöhungen und umstrittene Nebenkostenabrechnungen vorzugehen. Gleichzeitig trifft sich die Allianz gegen "Eigenbedarf"-Räumungen in Kreuzberg monatlich – das nächste Mal am 4. April –, um öffentliche Kampagnen gegen Kündigungen ohne Verschulden der Mieter vorzubereiten.

In Pankow mobilisiert die lokale Gruppe des Berliner Mietervereins zu einer Solidaritätsdemo am 31. März. Der Protest richtet sich gegen einen Vermieter, der eine gestoppte Räumung anfechtet, und zeigt die juristischen Kämpfe, mit denen viele Mieter konfrontiert sind. In Charlottenburg trifft sich am 1. April die Initiative MieterWerkStadt, um für stärkere Mieterschutzrechte und gegen Verdrängung zu kämpfen.

Verdrängung und unbezahlbarer Wohnraum bleiben allgegenwärtig – betroffen sind nicht nur Einzelpersonen, sondern auch unverzichtbare soziale Treffpunkte. Von Jugendzentren bis zu langjährigen Mietern formiert sich in Berlin Widerstand, um das Recht auf Bleiben zu verteidigen.

In den kommenden Tagen wird eine Welle von Aktionen erwartet, mit der Betroffene Lösungen für den Wohnungsnotstand fordern. Die Macher des Potse, Mieterbündnisse und Nachbarschaftsinitiativen erhöhen gemeinsam den Druck. Ohne politische Gegenwehr könnten noch mehr Menschen und Orte aus der Stadt gedrängt werden, die sie ihr Zuhause nennen.

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