CDU Solingen will Mobbing an Schulen und Kitas systematisch bekämpfen
Sigmund FreudenbergerCDU Solingen will Mobbing an Schulen und Kitas systematisch bekämpfen
Die Solinger CDU fordert eine genauere Untersuchung von Mobbing in örtlichen Schulen und Kitas. Die Partei will herausfinden, wie verbreitet das Problem ist und welche Maßnahmen zur Prävention ergriffen werden. Ihr Antrag wird nun von zwei zentralen Ausschüssen geprüft und damit auf die politische Agenda der Stadt gesetzt.
Der Vorstoß der CDU erfolgt vor dem Hintergrund besorgniserregender Mobbing-Zahlen in Deutschland. Eine PISA-Studie aus dem Jahr 2022 ergab, dass bundesweit 21 Prozent der 15-Jährigen mindestens mehrmals im Monat von Mobbing betroffen sind. Eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse zeigt zudem, dass etwa jedes sechste Schulkind bereits Mobbing erlebt hat – hochgerechnet auf Solingen wären das rund 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler.
Im Rahmen der Anfrage sollen die Personalschlüssel in Kitas und Grundschulen überprüft werden, um zu bewerten, inwiefern diese ausreichen, um Mobbing wirksam zu bekämpfen. Zudem wird geprüft, welche bestehenden Präventionsmaßnahmen es gibt und wie die im Bildungshaushalt von Nordrhein-Westfalen vorgesehenen Mittel für Anti-Mobbing-Programme eingesetzt werden.
Neben dem klassischen Mobbing rückt die CDU auch die Zunahme digitaler Konflikte in den Fokus. Klassenchats entwickeln sich zunehmend zu einem Problem, da digitale Belästigung die Herausforderungen für Schüler und Lehrkräfte verstärkt.
Ziel des CDU-Antrags ist es, die Mobbing-Prävention zu einem zentralen Thema der Solinger Bildungspolitik zu machen. Die Ergebnisse der Ausschussberatungen könnten zu schärferen Maßnahmen und einer besseren Unterstützung für betroffene Kinder führen. Das Thema wird nun intensiver auf der politischen Agenda der Stadt diskutiert.






