Dagmar Frederic kritisiert fehlende Nachwuchsförderung im Schlager-TV
Ronald KramerDagmar Frederic kritisiert fehlende Nachwuchsförderung im Schlager-TV
Dagmar Frederic, eine Schlager-Legende mit über 60 Jahren Branchen-Erfahrung, hat sich erneut zum Zustand der deutschen Musik-Fernsehshows geäußert. Bekannt für ihren scharfen Witz, sorgte sie kürzlich mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Ehemann für Schlagzeilen – jetzt richtet sie ihren Blick auf den Mangel an neuen Gesichtern in beliebten Schlager-Formaten.
Frederic, die trotz bescheidener Rente noch bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne steht, war nie in den großen Shows von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast. Dennoch nimmt sie Moderatoren wie Silbereisen und Giovanni Zarrella in Schutz und sieht das eigentliche Problem bei den Redaktionen. Diese würden immer wieder dieselben Stars einladen und ließen so kaum Platz für Nachwuchstalente.
Schlager-TV bleibt in Deutschland ein Quotenrenner: Aktuell laufen fünf große Formate, darunter die erfolgreichsten der letzten Jahre – "Schlager Radio Live" (3,2 Millionen Zuschauerinnen im Spitzenwert 2024), das "ZDF-Festival der Schlager" (2,8 Millionen Durchschnitt 2023) und "Schlagerstars"* (2,5 Millionen Spitzenwert 2022). Frederics Kritik ist nicht neu: Schon 2018 hatte sie für Aufsehen gesorgt, als sie sich weigerte, sich für einen Show-Auftritt "anzubiedern".
Trotz ihrer Abwesenheit auf den größten Bühnen tourt sie weiter und sagt unumwunden ihre Meinung. Ihre jüngsten Äußerungen unterstreichen eine langjährige Frustration über die mangelnde Veränderungsbereitschaft der Branche.
Frederics Worte lenken den Fokus auf die sich wiederholenden Gäste-Listen im Schlager-Fernsehen. Mit fünf dominierenden Formaten im Genre deutet ihre Kritik auf einen Bedarf nach mehr Vielfalt hin. Gleichzeitig bleibt sie eine aktive Künstlerin – und beweist, dass eine lange Schlager-Karriere nicht von Primetime-Auftritten abhängt.






