17 June 2026, 18:23

Dermbach diskutiert umstrittene Windenergie-Pläne mit 40 neuen Zonen

Öffentliche Versammlung in Dermbach: Kritische Fragen bestimmen die Debatte

Dermbach diskutiert umstrittene Windenergie-Pläne mit 40 neuen Zonen

In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Pläne zur Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und Aktivisten, kamen zusammen, um Vorschläge für neue Vorranggebiete für Windkraft zu erörtern.

Im Mittelpunkt des Abends standen Präsentationen zum Vorranggebiet W 14 sowie zum übergeordneten Teilplan für die Windenergie. Der zweite Entwurf dieses Plans sieht 40 neue Zonen vor, die etwa 7.483 Hektar umfassen. Damit wird das Landesziel für 2027 bereits übertroffen, die Vorgaben für 2032 jedoch noch nicht erreicht.

Bürgermeister Thomas Hugk betonte die Notwendigkeit, sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abzuwägen. Landrat Dr. Michael Brodführer stellte klar, dass innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön keine Windräder errichtet werden sollen.

Die meisten Wortmeldungen während der Fragerunde fielen kritisch aus. Anwohner äußerten Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen, der Zerstörung des Landschaftsbilds und fehlender Bedarfsanalysen. Andere fragten nach Energiespeichermöglichkeiten und der Komplexität des Planungsverfahrens. Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ bot zudem Unterstützung an, um Anwohnern die Beteiligung an den Konsultationen zu erleichtern.

Die Veranstaltung zeigte ein großes lokales Interesse, aber auch erhebliche Vorbehalte gegenüber den Windenergie-Plänen. Der aktuelle Umfang des Plans erfüllt zwar die kurzfristigen Landesziele, lässt jedoch Spielraum für weitere Ausweitungen. Behörden und Bürger werden die Diskussionen fortsetzen, während das Verfahren voranschreitet.

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