Fatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin in schwieriger Zeit
Sigmund FreudenbergerFatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin in schwieriger Zeit
Fatma Deniz wird am 1. April 2023 neue Präsidentin der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Ihre feierliche Amtseinführung ist für den 16. April geplant und fällt damit zusammen mit den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Hochschule. Die 43-jährige Informatikerin übernimmt das Amt in einer Phase großer finanzieller und struktureller Herausforderungen für die Universität.
Die in München geborene Deniz studierte Informatik an der TU München, bevor sie 2008 am Bernstein Center for Computational Neuroscience und der TU Berlin promovierte. Später forschte und lehrte sie für einige Zeit in Kalifornien. Seit 2023 ist sie Professorin für Informatik an der TU Berlin, 2024 wurde sie Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Ihre vierjährige Amtszeit beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem die TU Berlin mit einem Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro und anhaltenden Haushaltskürzungen kämpft. Mit rund 34.000 Studierenden im Wintersemester 2022 steht die Universität unter Druck, ihre Infrastruktur zu modernisieren. Deniz hat angekündigt, das interne Fachwissen der Hochschule zu nutzen, um die Sanierungsarbeiten zu beschleunigen und die Effizienz zu steigern.
Die feierliche Veranstaltung am 16. April markiert sowohl ihre offizielle Amtseinführung als auch den 80. Geburtstag der Universität. Der Anlass fällt in eine entscheidende Phase für die TU Berlin, die zwischen finanziellen Zwängen und langfristigen Entwicklungszielen balancieren muss.
Deniz' Präsidentschaft wird sich vor allem auf die Bewältigung des Sanierungsstaus und der finanziellen Engpässe konzentrieren. Ihre Führung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, an dem die TU Berlin ihre Zukunft sichern und gleichzeitig akademische Standards wahren muss. Die nächsten vier Jahre werden zeigen, wie erfolgreich diese Herausforderungen gemeistert werden.






